Begierde - Mord im Zeichen des Zen
13.05.2026 • 22:25 - 00:00 Uhr
Fernsehfilm, Kriminalfilm
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
2015
Altersfreigabe
12+
Fernsehfilm, Kriminalfilm

Begierde - Mord im Zeichen des Zen

In einem Dorf bei Aachen taucht eines Morgens ein japanischer Mönch auf: Er spricht kein Wort, hat eine Kopfverletzung und ist offenbar auf der Flucht. Hauptkommissarin Louise Bonì spürt sofort, dass der junge Mann in großer Gefahr schwebt. Allerdings glaubt ihr Vorgesetzter Bermann ihr kein Wort - denn seit einem tödlichen Einsatz ist Bonì psychisch angeschlagen und fällt vor allem durch ein Alkoholproblem auf. Bonì folgt dem Mönch durch die hügelige Winterlandschaft und kann sich im letzten Moment mit ihm vor mehreren Verfolgern verstecken. Kurz darauf ist der Mönch verschwunden. Zurück in Aachen hält Bermann Bonìs Vermutungen und die Verfolger für Hirngespinste einer labilen Alkoholikerin - bis es in dem ländlichen Waldstück zu einer brutalen Bluttat kommt. Dennoch entzieht Bermann Bonì wider besseres Wissen den Fall und suspendiert sie wegen ihrer Alkoholprobleme vom Dienst. So leicht aber lässt Bonì sich nicht ins Abseits stellen: Ohne Waffe und ohne Dienstmarke setzt sie die Ermittlungen auf eigene Faust fort. Ihr seelischer Zustand droht sie dabei immer wieder aus der Bahn zu werfen - trotzdem macht sie unnachgiebig weiter. Die Spur des Mönchs führt sie zu einem abgelegenen Zen-Kloster und einer privaten Hilfsorganisation, die asiatische Adoptivkinder nach Europa vermittelt. Alles ganz legal. Doch für Louise ist der erste Eindruck zu harmlos und perfekt, um unverdächtig zu sein. Einmal mehr vertraut sie ihrem Instinkt - und gerät dadurch in höchste Gefahr. Krimifans kennen Louise Bonì längst aus den Bestsellern des preisgekrönten Autors Oliver Bottini. Grimme-Preisträgerin Brigitte Maria Bertele hat den ersten Roman der Reihe verfilmt: "Mord im Zeichen des Zen" zeigt die Kommissarin als eigenwillige und zielsichere Ermittlerin, die jedoch immer wieder von den Dämonen ihrer Vergangenheit eingeholt wird - genau das macht sie so verletzbar und menschlich. Das Drehbuch stammt von Hannah Hollinger, die bereits das Buch zu "Grenzgang" geschrieben hat. In der Hauptrolle liefert Melika Foroutan, bekannt aus Wim Wenders' "Palermo Shooting" und Lars Beckers "Unter Feinden" eine beeindruckend nuancenreiche Darstellung.

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