Michael Degen

Michael Degen in "Leo & Claire" Vergrößern
Michael Degen in "Leo & Claire"
Fotoquelle: Odeon Film
Michael Degen
Geboren: 31.01.1932 in Chemnitz, Deutschland

Man kennt sein Gesicht aus zahlreichen TV-Filmen, TV-Serien und -Krimis wie "Derrick", "Tatort" oder "Der Alte": Michael Degen. Seine Kindheit war geprägt vom Hass der Nazis auf alles Jüdische, darunter hatte besonders Degens jüdischer Vater zu leiden, der im KZ Sachsenhausen schwer misshandelt wurde. Er kam zwar noch frei, starb aber kurz darauf an den Folgen der Folter. Mutter und Sohn überlebten das Nazi-Regime in Verstecken und durch Freunde, die ihnen halfen.

Seine Ausbildung begann Degen 1946 an der Schauspielschule des Deutschen Theaters in Ostberlin und erhielt dort auch sein erstes Engagement. 1949 geht er im Alter von 17 Jahren für zwei Jahre in den neugegründeten Staat Israel. Er lernt Hebräisch und erhält später auch ein Engagement bei den Kammerspielen in Tel Aviv. 1951 spielt er bereits wieder beim Berliner Ensemble von Bertolt Brecht. Weitere Engagements in Köln, Frankfurt, Berlin, München, Salzburg, Hamburg und Wien folgten. Mehrmals arbeitete er zu dieser Zeit mit Ingmar Bergman und Peter Zadek zusammen. Doch wahrscheinlich wissen nur wenige Fernsehzuschauer, dass Degen auch in Filmen von Claude Chabrol spielte. 1981 sah man ihn an der an der Seite von Helmut Griem und Stéphane Audran in "Wahlverwandschaften" (1981) nach Johann Wolfgang von Goethe, und 1990 erneut in dem eher durchschnittlichen Horrorfilm "Dr. M." mit Alan Bates und Jennifer Beals.

Einem breiten Fernsehpublikum wurde Michael Degen bereits durch seinen TV-Auftritt in Franz Peter Wirths Mehrteiler nach Thomas Mann, "Die Buddenbrooks" (1978), bekannt. In den 80er Jahren folgten Filme wie Dieter Wedels "Mittags auf dem roten Platz" (1983), Peter Beauvais' "Die ewigen Gefühle" (1984) und Michael Kehlmanns "Geheime Reichssache" (1987). Ein Jahr zuvor hatte sich Degen aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, denn nach seinem Protest gegen ein Treffen der "Leibstandarte Adolf Hitler" erhielt er rechtsradikale Morddrohungen und seine Hamburger Wohnung wurde verwüstet. 1991 spielte Michael Degen an der Seite von Iris Berben in dem gelungenen Märchenfilm "Der Froschkönig", 1993 folgte die Rolle des Grafen Graf Waldeck in der internationalen Koproduktion "Mission Eureka".

Bereits 1989 spielte Degen in einer der erfolgreichsten deutschen Vorabendserien "Diese Drombuschs". Hier waren Witta Pohl und Günter Strack seine Partner. Einen Arzt spielte Degen auch in der RTL-Arzt-Serie "OP ruft Dr. Bruckner" (1996). Bereits ein Jahr zuvor hatte Degen in Sigi Rothemunds "Das wilde Mädchen" vor der Kamera gestanden, 1997 folgte eine erneute Zusammenarbeit mit dem Regisseur in dem Krimi "Die letzte Rettung". Eine dankbare Rolle folgte im gleichen Jahr in Romuald Karmakars Milieustudie "Frankfurter Kreuz", in der Degen als Kneipenwirt Walter mit seinen Gästen einen recht trostlosen Silvesterabend begeht. Karamar war auch der Regisseur des schwachen Dramas "Manila" (2000), in dem Degen einen Flugreisenden darstellt, der mit anderen Menschen auf dem Flughafen von Manila auf seinen Anschlussflug wartet.

Zu Degens jüngsten Auftritten gehören die Rolle des Vorgesetzten von Kommissar Brunetti alias Joachim Król in den beiden Donna-Leon-Verfilmungen "Donna Leon - Vendetta" und "Donna Leon - Venezianische Scharade" (beide 2000). Außerdem spielte er an der Seite von Richy Müller und Meret Becker in Mark Schlichters Sozialdrama "Rote Glut" (2000), in "Nachts im Park" und in Joseph Vilsmaiers "Leo & Claire" (beide 2001). Michael Degen hat 1999 das Buch "Nicht alle waren Mörder. Eine Kindheit in Berlin" veröffentlicht, in dem er - wie der Titel schon zeigt - seine traumatischen Erlebnisse im Berlin unter den Nazis beschriebt. Jo Baier verfilmte den Roman 2006 unter dem Titel "Nicht alle waren Mörder" mit Top-Besetzung.

Die "Donna Leon"-Krimis mit Michael Degen: "Donna Leon - In Sachen Signora Brunetti", "Donna Leon - Nobiltà" (beide 2001), "Donna Leon - Venezianisches Finale", "Donna Leon - Feine Freunde" (beide 2003), "Donna Leon - Sanft entschlafen", "Donna Leon - Acqua Alta" (beide 2004), "Donna Leon - Beweise, dass es böse ist", "Donna Leon - Verschwiegene Kanäle" (beide 2005), "Donna Leon - Das Gesetz der Lagune", "Donna Leon - Endstation Venedig" (beide 2006), "Donna Leon - Blutige Steine", "Donna Leon - Die dunkle Stunde der Serenissima" (beide 2008), "Donna Leon - Lasset die Kinder zu mir kommen" (2010), "Donna Leon - Das Mädchen seiner Träume" (2011).

Weitere Filme mit Michael Degen: "Der Richter von Zalamea" (1968), "Supermarkt" (1973), "Filmriss" (1975), "Die 21 Stunden von München" (1976), "Tatort - Das Mädchen am Klavier", "Jenseits von Gut und Böse" (beide 1977), "Ein Mann von gestern" (1980), "Die Geschwister Oppermann" (1981), "Plötzlich und unerwartet" (1983), "Julia" (1984), "Hautnah" (1985), "Das Wahlergebnis" (1986), "Die Bombe", "Wer lacht schon über Rosemann", "Die Kolonie" (alle 1987), "Wie du mir...", "Der Meister des Jüngsten Tages" (beide 1989), "Die Erbschaft", "Struppi & Wolf" (beide 1991), "Das Sahara-Projekt" (TV-Mehrteiler), "Christinas Seitensprung" (beide 1993), "Tatort - Die Sache Baryschna", "Die letzte Entscheidung" (beide 1994), "Spitzenleistung" (1995), "Tanz auf dem Vulkan" (1996), "Eine ungehorsame Frau", "Kidnapping - Ein Vater schlägt zurück", "Die letzte Rettung" (alle 1997), "Dr. med. Mord", "Tatort - Rosen für Nadja", "Porträt eines Richters" (alle 1998), "Klinik unter Palmen", "Tatort - Viktualienmarkt" (beide 1999), "Liebe unter Verdacht", "Babij Jar - Das vergessene Verbrechen" (beide 2002), "Unter weißen Segeln - Abschiedsvorstellung" (beide 2005), "Die Sturmflut" (2006), "Tatort - Satisfaktion" (2007), "Vater aus Liebe", "Die Patin - Kein Weg zurück" (beide 2008), "Donna Leon - Wie durch ein dunkles Glas", "Die Seele eines Mörders" (beide 2009), "Ausgerechnet Sibirien", "Hannah Arendt" (beide 2012).


Zur Filmografie von Michael Degen
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