Charité
24.07.2018 • 20:15 - 21:00 Uhr
Serie, Krankenhausserie
Lesermeinung
Hedda Ehrlich (Stella Hilb, l.) und Paul Ehrlich (Christoph Bach, r.) überlegen, wie sie mit seiner TBC Erkrankung umgehen sollen.
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Hedwig Freiberg (Emilia Schüle) auf der Bühne ihres Varietés.
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Charité Berlin am Morgen.
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Die lebenslustige Schauspieldebütantin Hedwig Freiberg (Emilia Schüle) verdreht dem Forscher Robert Koch den Kopf.
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Paul Ehrlich (Christoph Bach, r.) wartet auf seinen Freund und Mentor Robert Koch vor dessen Labor. Schmidt (Vaclav Chalupa, l.) kommt aus der Tür.
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Rudolf Virchow (Ernst Stötzner, l.) und Klinikdirektor Spinola (Thomas Loibl, r.) sprechen über die angebliche Erkrankung des Kronprinzen Friedrich an Kehlkopfkrebs. Prof. Virchow soll ihn untersuchen.
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Nach der Notoperation: Schwester Therese (Klara Deutschmann, M), Georg Tischendorf (Maximilian Meyer-Bretschneider, r.) und Emil Behring (Matthias Koeberlin, im HG) sind in großer Sorge um Ida Lenze (Alicia von Rittberg, l.).
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Georg Tischendorf (Maximilian Meyer-Bretschneider, l.) in einer Vorlesung von Prof. Rudolf Virchow (Ernst Stötzner, r.).
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Charité Pathologie: Georg Tischendorf (Maximilian Meyer-Bretschneider, r.) in einer Vorlesung von Prof. Rudolf Virchow (Ernst Stötzner, l.)
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Große Sorge um Mariechen (Greta Bohacek, r.): Wärterin Stine (Monika Oschek, l.) versucht ihre kranke Cousine zu behandeln.
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Georg Tischendorf (Maximilian Meyer-Bretschneider, r.) pflegt Ida Lenze (Alicia von Rittberg, l.) nach der Notoperation.
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Ida Lenze (Alicia von Rittberg, M.) wird mit Verdacht auf Blinddarmentzündung in die Charité eingeliefert. Schwester Therese (Klara Deutschmann, l.) und Wärterin Edith (Tanja Schleiff, r.) verlieren keine Zeit.
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Hint
Audiodeskription
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2017
Serie, Krankenhausserie

Blut und Dreck "light"

Von Eric Leimann

Sönke Wortmanns aufwendige Miniserie über eine junge Medizinbegeisterte im Berlin des Jahres 1888 reißt mit – im Sinne einer spannenden Geschichtsstunde.

Berlin, 1888: Mit Robert Koch (Justus von Dohnanyi), Paul Ehrlich (Christoph Bach) und Emil Behring (Matthias Koeberlin) arbeiteten drei spätere Nobelpreisträger am Armenkrankenhaus Charité. Behring rettet der mit starken Bauchschmerzen eingelieferten Ida (Alicia von Rittberg) das Leben, indem er der jungen Frau – als Anschauungsobjekt für Studenten – den Blinddarm entfernt. Weil Ida ihre Krankenhauskosten nicht tragen kann, wird sie als Krankenhaushelferin eingestellt. Als Anker der Miniserie "Charité" kreierten die Autorinnen Dorothee Schön ("Der Minister", "Wunschkinder") und Sabine Thor-Wiedemann, eine studierte Medizinerin, das Berliner Kindermädchen Ida Lenze. Das Erste wiederholt Sönke Wortmanns sechsteiligen Quotenhit vom Frühjahr 2017 an den kommenden Dienstagen.

Siebeneinhalb Millionen Zuschauer verfolgten die erste Staffel "Charité", einer Mischung aus gut recherchiertem Historien-TV mit einem Hauch von Soap. Dabei wurde das Jahr 1888 nicht ganz zufällig als Handlungs-Setting gewählt. Nach dem Tod des greisen Kaisers Wilhelm I. erfreute sich dessen an Kehlkopfkrebs erkrankter Sohn Friedrich III. nur 99 Tage des Throns, ehe auch er verstarb und seinem Sohn Wilhelm II. Platz machen musste. Der führte Deutschland später in den Ersten Weltkrieg. Im Vorfeld der Charité-Ausstrahlung wurden Bezüge zu Steven Soderberghs "The Knick" hergestellt, jener HBO-Serie, die an einem New Yorker Krankenhaus des Jahres 1900 spielt. Die Vergleiche laufen jedoch ins Leere.

Wo im US-Werk ein kaputter Mediziner auf Drogen (Clive Owen) und drastische Bilder von medizinischen Eingriffen im Vordergrund stehen, kommt das ARD-Primetime-Produkt eher staatstragend daher. "Charité" erzählt mehr Geschichte, als dass Blut und anderen Innereien explizit zur Schau gestellt würden. Dennoch lohnt die im guten Sinne konservative Serie das Einschalten: fein besetzt und ausgestattet, medizinhistorisch kompetent beraten und von Klasse-Kameramann Holly Fink in feine Bilder gegossen.

Im März 2018 wurden die Dreharbeiten zur zweiten Staffel beendet, deren Ausstrahlungstermin noch nicht feststeht. Das Figuren-Ensemble der ersten sechs Folgen wird darin allerdings nicht auftauchen. Die Kreativen entschieden sich zu einem Handlungssprung in die Zeit des "Dritten Reichs".


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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