Charité

  • Drei spätere Nobelpreisträger, die 1888 an der Berliner Charité arbeiteten (von links): Emil Behring (Matthias Koeberlin), Robert Koch (Justus von Dohnanyi) und Paul Ehrlich (Christoph Bach). Vergrößern
    Drei spätere Nobelpreisträger, die 1888 an der Berliner Charité arbeiteten (von links): Emil Behring (Matthias Koeberlin), Robert Koch (Justus von Dohnanyi) und Paul Ehrlich (Christoph Bach).
    Fotoquelle: ARD / Nik Konietzny
  • Der Seriensechsteiler "Charité" erzählt Medizin- und deutsche Geschichte. Im Mittelpunkt steht Klinik-Hilfswärterin Ida (Alicia von Rittberg), die gerne Ärztin werden würde (Szene mit Matthias Koeberlin als späterer Nobelpreisträger Emil von Behring). Vergrößern
    Der Seriensechsteiler "Charité" erzählt Medizin- und deutsche Geschichte. Im Mittelpunkt steht Klinik-Hilfswärterin Ida (Alicia von Rittberg), die gerne Ärztin werden würde (Szene mit Matthias Koeberlin als späterer Nobelpreisträger Emil von Behring).
    Fotoquelle: ARD / Nik Konietzny
  • Historische ARD-Medizinserie "Charité": Anschauungsunterricht bei Rudolf Virchow (Ernst Stötzner), einem der berühmtesten Mediziner seiner Zeit. Die wissbegierige Ida (Alicia von Rittberg) will von dem Pathologen viel lernen. Vergrößern
    Historische ARD-Medizinserie "Charité": Anschauungsunterricht bei Rudolf Virchow (Ernst Stötzner), einem der berühmtesten Mediziner seiner Zeit. Die wissbegierige Ida (Alicia von Rittberg) will von dem Pathologen viel lernen.
    Fotoquelle: ARD / Nik Konietzny
  • Waise Ida (Alicia von Rittberg) wird als Patientin an der Charité operiert und muss anschließend als Hilfsschwester ihre Behandlungskosten abarbeiten. So entdeckt sie ihre große Leidenschaft für die Medizin. Vergrößern
    Waise Ida (Alicia von Rittberg) wird als Patientin an der Charité operiert und muss anschließend als Hilfsschwester ihre Behandlungskosten abarbeiten. So entdeckt sie ihre große Leidenschaft für die Medizin.
    Fotoquelle: ARD / Nik Konietzny
  • Student Georg Tischendorf (Maximilian Meyer-Bretschneider, rechts), der lieber Maler als Arzt wäre, hört eine Vorlesung von Professor Virchow (Ernst Stötzner, links). Vergrößern
    Student Georg Tischendorf (Maximilian Meyer-Bretschneider, rechts), der lieber Maler als Arzt wäre, hört eine Vorlesung von Professor Virchow (Ernst Stötzner, links).
    Fotoquelle: ARD / Nik Konietzny
  • Ein Preuße mit dunklen Momenten: Emil Behring (Matthias Koeberlin) ist nicht unbedingt ein Sympathieträger. Doch der ehrgeizig-getriebene Mann hat auch seine sensiblen Momente. Vergrößern
    Ein Preuße mit dunklen Momenten: Emil Behring (Matthias Koeberlin) ist nicht unbedingt ein Sympathieträger. Doch der ehrgeizig-getriebene Mann hat auch seine sensiblen Momente.
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  • Unter dem frömmelnden Regime der Diakonissen-Oberin Martha (Ramona Kunze-Libnow, Mitte) müssen Schwestern und Wärterinnen zum morgendlichen Appell antreten. Ihre Arbeitszeiten: von 4.30 Uhr bis 22 Uhr! Vergrößern
    Unter dem frömmelnden Regime der Diakonissen-Oberin Martha (Ramona Kunze-Libnow, Mitte) müssen Schwestern und Wärterinnen zum morgendlichen Appell antreten. Ihre Arbeitszeiten: von 4.30 Uhr bis 22 Uhr!
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  • Christoph Bach ("Dutschke") spielt den sensiblen jüdischen Forscher Paul Ehrlich. Auch mit dem wachsenden Antisemitismus jener Zeit muss sich seine Figur in "Charité" herumschlagen. Vergrößern
    Christoph Bach ("Dutschke") spielt den sensiblen jüdischen Forscher Paul Ehrlich. Auch mit dem wachsenden Antisemitismus jener Zeit muss sich seine Figur in "Charité" herumschlagen.
    Fotoquelle: ARD / Nik Konietzny
  • Gefährliche Medizin: Robert Koch (Justus von Dohnányi, links) lässt sich als Selbstversuch Tuberkulin von Paul Ehrlich (Christoph Bach) spritzen. Vergrößern
    Gefährliche Medizin: Robert Koch (Justus von Dohnányi, links) lässt sich als Selbstversuch Tuberkulin von Paul Ehrlich (Christoph Bach) spritzen.
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  • Zwischen medizinischem Weltstar und Amour fou: Robert Koch (Justus von Dohnanyi). Vergrößern
    Zwischen medizinischem Weltstar und Amour fou: Robert Koch (Justus von Dohnanyi).
    Fotoquelle: ARD / Nik Konietzny
  • Boulevard-Schauspielerin und Sängerin Hedwig Freiberg (Emilia Schüle) bereitet sich auf einen Auftritt vor. Ihre Liebe zum deutlich älteren und verheirateten Medizin-Star Robert Koch ist verbürgt. Vergrößern
    Boulevard-Schauspielerin und Sängerin Hedwig Freiberg (Emilia Schüle) bereitet sich auf einen Auftritt vor. Ihre Liebe zum deutlich älteren und verheirateten Medizin-Star Robert Koch ist verbürgt.
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  • Träumte von Deutschlands Aufbruch in die Demokratie: der berühmte Pathologe Rudolf Virchow (Ernst Stötzner) war ein hochpolitischer und sozial engagierter Mediziner. Vergrößern
    Träumte von Deutschlands Aufbruch in die Demokratie: der berühmte Pathologe Rudolf Virchow (Ernst Stötzner) war ein hochpolitischer und sozial engagierter Mediziner.
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  • Die Berliner Charité Ende des 19. Jahrhunderts. Weil sich der tatsächliche Klinikbau über die Jahrzehnte ständig veränderte, drehte man die Serie über mehr als drei Monate in einer ehemaligen Kaserne in Prag. Vergrößern
    Die Berliner Charité Ende des 19. Jahrhunderts. Weil sich der tatsächliche Klinikbau über die Jahrzehnte ständig veränderte, drehte man die Serie über mehr als drei Monate in einer ehemaligen Kaserne in Prag.
    Fotoquelle: ARD / Nik Konietzny
Serie, Krankenhausserie
Blut und Dreck "light"
Von Eric Leimann

Infos
Audiodeskription
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2017
ARD
Di., 24.07.
20:15 - 21:00
Folge 1, Barmherzigkeit


Sönke Wortmanns aufwendige Miniserie über eine junge Medizinbegeisterte im Berlin des Jahres 1888 reißt mit – im Sinne einer spannenden Geschichtsstunde.

Berlin, 1888: Mit Robert Koch (Justus von Dohnanyi), Paul Ehrlich (Christoph Bach) und Emil Behring (Matthias Koeberlin) arbeiteten drei spätere Nobelpreisträger am Armenkrankenhaus Charité. Behring rettet der mit starken Bauchschmerzen eingelieferten Ida (Alicia von Rittberg) das Leben, indem er der jungen Frau – als Anschauungsobjekt für Studenten – den Blinddarm entfernt. Weil Ida ihre Krankenhauskosten nicht tragen kann, wird sie als Krankenhaushelferin eingestellt. Als Anker der Miniserie "Charité" kreierten die Autorinnen Dorothee Schön ("Der Minister", "Wunschkinder") und Sabine Thor-Wiedemann, eine studierte Medizinerin, das Berliner Kindermädchen Ida Lenze. Das Erste wiederholt Sönke Wortmanns sechsteiligen Quotenhit vom Frühjahr 2017 an den kommenden Dienstagen.

Siebeneinhalb Millionen Zuschauer verfolgten die erste Staffel "Charité", einer Mischung aus gut recherchiertem Historien-TV mit einem Hauch von Soap. Dabei wurde das Jahr 1888 nicht ganz zufällig als Handlungs-Setting gewählt. Nach dem Tod des greisen Kaisers Wilhelm I. erfreute sich dessen an Kehlkopfkrebs erkrankter Sohn Friedrich III. nur 99 Tage des Throns, ehe auch er verstarb und seinem Sohn Wilhelm II. Platz machen musste. Der führte Deutschland später in den Ersten Weltkrieg. Im Vorfeld der Charité-Ausstrahlung wurden Bezüge zu Steven Soderberghs "The Knick" hergestellt, jener HBO-Serie, die an einem New Yorker Krankenhaus des Jahres 1900 spielt. Die Vergleiche laufen jedoch ins Leere.

Wo im US-Werk ein kaputter Mediziner auf Drogen (Clive Owen) und drastische Bilder von medizinischen Eingriffen im Vordergrund stehen, kommt das ARD-Primetime-Produkt eher staatstragend daher. "Charité" erzählt mehr Geschichte, als dass Blut und anderen Innereien explizit zur Schau gestellt würden. Dennoch lohnt die im guten Sinne konservative Serie das Einschalten: fein besetzt und ausgestattet, medizinhistorisch kompetent beraten und von Klasse-Kameramann Holly Fink in feine Bilder gegossen.

Im März 2018 wurden die Dreharbeiten zur zweiten Staffel beendet, deren Ausstrahlungstermin noch nicht feststeht. Das Figuren-Ensemble der ersten sechs Folgen wird darin allerdings nicht auftauchen. Die Kreativen entschieden sich zu einem Handlungssprung in die Zeit des "Dritten Reichs".


Quelle: teleschau – der Mediendienst

Weitere Infos, Sendetermine und Neuigkeiten zu "Charité" finden Sie hier

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