Das Geheimnis der Au
29.04.2026 • 05:15 - 06:10 Uhr
Natur + Reisen, Natur + Umwelt
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Originaltitel
Das Geheimnis der Au
Produktionsland
A
Produktionsdatum
2026
Natur + Reisen, Natur + Umwelt

Das Geheimnis der Au

Nahe der steirischen Grenzmur-Au liegt ein aufgelassener Schotterteich. Wo einst Bagger ihre Spuren zogen, soll nun ein Naturparadies entstehen. Der Film zeigt, wie viel Wissen und Geduld es braucht, will man der Natur Lebensraum zurückgeben, um wieder Platz zu bieten für Biber, Ufer- und Flussseeschwalben, für die größte Libelle Österreichs, die seltene Europäische Sumpfschildkröte oder den Heerwurm. Im steirischen Sicheldorf, nahe der slowenischen Grenze, liegt ein aufgelassenes Schotterabbaugebiet. Wo einst Bagger Spuren zogen, wurde ein karger Schotterteich zurückgelassen. Der Naturschutzbund Steiermark hat das weitläufige Industriegebiet nun erworben. Dort soll ein Naturparadies entstehen - ein Rückzugsort, ein Trittstein, ein vielfältiger Lebensraum. Schon heute ist der Teich ein Überwinterungsplatz für viele Vogelarten, doch die einstige Industriefläche soll um vieles artenreicher werden und Tieren der umliegenden Grenzmur-Au langfristig gesichert weiteren Lebensraum bieten. Naturfilm-Regisseurin Waltraud Paschinger und Kameramann Franz Posch begleiten zwei Jahre lang die Maßnahmen der Naturschützer, Biologen und Ornithologen. Der Film zeigt neben eindrucksvollen Natur- und Tieraufnahmen, wie viel Wissen und Geduld es braucht, will man der Natur Lebensraum zurückgeben, um so wie hier wieder Platz zu machen für Biber, Ufer- und Flussseeschwalben, für die größte Libelle Österreichs, die Riesenquelljungfer, für die einst hier heimische Europäische Sumpfschildkröte oder den sagenumwobenen Heerwurm. Erste Maßnahmen zeigen bereits Erfolg, für andere wird wohl noch Jahre Geduld vonnöten sein. So wurde vom Naturschutzbund schon bald nach Übernahme des Gewässers eine Uferböschung abgegraben. Daraus ist ein Steilhang entstanden, wie er einst an Flussläufen mit natürlicher Dynamik Uferschwalben Brutplatz bot. Und tatsächlich: Rasch hat eine Kolonie von 50 bis 60 Uferschwalben den neuen Platz angenommen. Das selbst gebaute, mit Kies gefüllte Floß hingegen, das nun auf dem Teich treibt, wird wohl erst in Jahren seine Bestimmung als Brutplatz finden. Aber vielleicht kommen sie zurück, die Fluss-Seeschwalben. Die kleinen möwenartigen Vögel gelten in der Steiermark seit 100 Jahren als ausgestorben. Ihnen fehlen die Schotterbänke auf den begradigten Flüssen. Auch die Europäische Sumpfschildkröte könnte am Sicheldorfer Teich wieder heimisch werden. Ein slowenisch-österreichisches Wissenschafter-Team ist auf der Suche nach geeigneten Weibchen für ein Zuchtprogramm. Mit etwas Glück gelingt die Vermehrung, und die Jungtiere könnten schon bald an den neuen, flachen Uferstellen ausgewildert und so in die steirische Aulandschaft zurückgebracht werden. Noch aber ist die Renaturierung des Sicheldorfer Teiches nicht vollendet. Es ist ein Projekt, der Versuch engagierter Menschen, verlorene Au-Lebensräume zurückzuholen, ein verwobenes Mosaik an Landschaftsformen anzubieten und sie der Natur zu überlassen. Die Dokumentation "Das Geheimnis der Au" belegt mit eindrucksvollen Bildern die ersten Schritte und zeigt, was der nun vom Naturschutzbund geschützte Lebensraum der nahegelegenen Grenzmur-Au in Zukunft noch bringen könnte.

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