Er hat klein angefangen und es nicht allzu weit gebracht, der Grotzepuur (Schaggi Streuli) auf seinem stattlichen Hof im Zürcher Weinland. Darum ist er auf die alten Tage einem wortwendigen Futtermittel-Verkäufer (Walter Morath) auf den Leim gegangen und hat sich zur Massenzucht überreden lassen. Auf engstem Raum ohne Auslauf drängen sich jetzt Schweine und Kälber in seinen Metallgehegen, Hühner in trostlosen Batterien. Sohn Hannes (Peter Holliger) pachtet vom Vater den Rest des Anwesens und distanziert sich von der elterlichen Tierfabrik. Noch mehr tut dies Vreneli (Verena Leimbacher), die Jungbäuerin. Doch mit dem Zuchtbetrieb kommt es keineswegs zum Goldregen auf dem Grotzenhof. Weil Schulden drücken, muss der Vater seinen Sohn um Geld angehen. Und schliesslich lässt sich die Pleite doch nicht abwenden. Als auch noch die alte Bäuerin (Valerie Steinmann) stirbt, ergibt sich der Grotzepuur dem Alkohol. Den Bauern im Dorf aber wird immer deutlicher, dass die Massenhaltung von Tieren nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann. Mark Rissi war gerade 29 Jahre alt, als er 1975 seinen ersten Spielfilm "De Grotzepuur" realisierte. Er demonstrierte dabei eindrücklich, dass auch aus brisanten Stoffen populäre Streifen entstehen können (was damals im Schweizer Filmschaffen keineswegs selbstverständlich war). Vielleicht trägt er sein Anliegen hin und wieder allzu unverblümt vor (schliesslich war der Tierschutzverein Hauptproduzent), verliert aber darum die Wirkung nicht. Beim "Grotzepuur" hatte er sich für die Dialoge die Mitarbeit von Schaggi Streuli gesichert. Der populäre Volksschauspieler, damals schon 76 Jahre alt, verkörpert auch eindrücklich und überzeugend den alten Bauern, der sich vom falschen Kurs nicht mehr abbringen lässt. Es wurde Streulis letzte Kinorolle. Fünf Jahre später, am 3. November 1980, starb er. "Für mich war er eine Art John Wayne des Schweizer Films", charakterisierte Regisseur Rissi in einem Erinnerungsbuch seinen nicht immer einfachen Hauptdarsteller.
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