Für die ZDF-"Herzkino"-Reihe wurde eines der berühmtesten Grimm-Märchen modernisiert. Ohne Frosch, ohne König, aber mit der Tochter eines Schlosshotel-Besitzers.

Und wenn sie nicht gestorben sind ... Mit märchenhaftem Happy End enden sie alle, die "Herzkino"-Filme von Inga Lindström bis Rosamunde Pilcher am Sonntagabend im ZDF. Doch zur Weihnachtszeit setzen sie noch eins drauf: Warum nicht einfach die Märchenstoffe der Brüder Grimm zu modernen Herz-Schmerz-Dramen aufbürsten? – Nach "Schneeweißchen und Rosenrot" gibt's nun mit dem "Froschkönig" unter der Regie von Jeanette Wagner und mit prominenter Besetzung das zweite Grimmmärchen in aktualisierter Fassung – ohne Frosch, aber doch mit Jimi, dem Taucher, der Aquarien vom Tang befreit und dabei der Tochter eines Schlosshotelbesitzers das verlorene Goldkettchen wiederbringt. Weit weg, das alles vom alten Volksmärchen. Aber das Versprechen, mit dem Froschtaucher bald Bett und Tisch zu teilen, wird auch hier immerhin am Ende eingelöst.

Die ach so einfache und doch hundertfach ebenso tiefgründig wie tiefenpsychologisch interpretierte Geschichte von der Initiierung einer Prinzessin, die ihr Versprechen gegenüber dem hässlichen Frosch nicht einhalten will und diesen an die Wand wirft (so wird man erwachsen!), ist hier einer komplizierten Event- und Charity-Story zwischen Standesdünkeln gewichen. Für die Hoteltochter Isabelle (Anuschka Tochtermann) ist Jimi, der hilfreiche Taucher (Bernd-Christian Althoff) die reinste Zumutung. Ihr Versprechen, mit ihm zusammenzubleiben, mag sie so gar nicht halten.

Doch dann fügt es sich, dass der Vater (Heino Ferch) eine Spendengala für ein Kinderheim veranstalten will – Isabelle wird deren Organisation übertragen. Auf Zuraten des Vaters machen sich Jimi und Isabell gemeinsam auf die schwierige Sponsorensuche. Dass Jimi selbst in einem Kinderheim augewachsen ist, hilft beim Crowdfunding gewaltig – und bald steht dem Glück der neuen "Königskinder" schon nichts mehr im Wege.


Quelle: teleschau – der Mediendienst