Die Rhön - Naturschönheiten im Land der offenen Fernen
27.04.2026 • 15:30 - 17:00 Uhr
Natur + Reisen, Land + Leute
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
2016
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Die Rhön - Naturschönheiten im Land der offenen Fernen

Als "das Land der offenen Fernen" wird die Rhön im Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen oft bezeichnet, und das ist sie wie kein anderes Mittelgebirge in Deutschland. Das Biosphärenreservat Rhön beheimatet Schwarzstörche in urigen Buchenwäldern, Kathedralen von Basaltfelsen, Moore und eiszeitliche Blockschutthalden, Uhus und Wiesenweihen. Auch Borstgrasrasen und Bergwiesen mit Arnika und Türkenbund finden sich dort. Seit Urzeiten ist dieses Gebirge besiedelt. Auf der Milseburg hatten bereits die Kelten ein 1000 Einwohner großes Oppidum, eine "befestigte Landstadt". Bis ins 10. Jahrhundert gehörte die Rhön zum Altgau Buchonia, dem Buchenland, das schon die Römer kannten. Im Mittelalter zogen bedeutende Handelsstraßen über die Rhön, deren Hochflächen nun fast völlig waldfrei waren. Damals entstand die Lange Rhön, ein offener etwa 30 Kilometer langer Höhenzug mit Burgen und Dörfern, das Land der offenen Fernen. In keinem anderen Mittelgebirge hat man so weite Blicke wie in der Rhön - ein uraltes Wiesen- und Weideland, einzigartig in Mitteleuropa. Auch geologisch ist die Rhön ungewöhnlich und vielfältig. Ihr Zentrum in Hessen und Bayern beherrschen vulkanische Deckgesteine mit Basaltwänden und Blockschutthalden. Unter einigen von ihnen verbergen sich bis heute eiszeitliche Gletscherlinsen und verströmen eisige Kälte. Im Süden und Osten, auf bayerischer und thüringischer Seite, dominieren Meeresablagerungen aus Muschelkalk und Keuper. Den Grundsockel stellen Buntsandsteine. Kein anderes Mittelgebirge ist geologisch so vielfältig wie die Rhön. Wegen ihrer einzigartigen Geschichte und Diversität ist die Rhön seit 1992 UNESCO-Biosphärenreservat. Natur und Charakter der Rhön liegen gerade in ihrer Vielfalt: eine einzigartige Reichhaltigkeit von Lebensräumen und eine weit überdurchschnittliche Menge an Tier- und Pflanzenarten. Ihre zentrale geografische Lage in Mitteleuropa und die aus wissenschaftlicher Sicht ideale Vernetzung von offenen und bewaldeten Lebensräumen machen die Rhön darüber hinaus zu einem entscheidenden Knotenpunkt für wandernde Tierarten wie Wolf, Luchs und Wildkatze. Der Film folgt Landschaft und Lebensräumen durch die Jahreszeiten, beobachtet seltene und besondere Tiere und Pflanzen und lässt dabei auch den Menschen nicht außen vor. Die Kamera legt besonderes Augenmerk auf die visuellen Zwischenreiche: die Zeit, wenn der Tag erwacht oder sich abends die Nacht ausbreitet - Zeiten des Zwielichts und der blauen Stunde. Bisweilen folgt die Kamera den "Protagonisten" sogar bis in die Nacht hinein. Dadurch schafft der Film eine ganz besondere Ästhetik und Spannung, die durch eine besondere, den Situationen und Stimmungen folgende Musik verstärkt wird - produziert vom Orchester der Kunstuniversität Graz.

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