Die Rosenheim-Cops
20.11.2024 • 20:15 - 21:45 Uhr
Serie, Krimiserie
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
2024
Altersfreigabe
12+
Serie, Krimiserie

Tod auf dem Hochsitz: Stadler und Co. im winterlichen Sondereinsatz

Von John Fasnaugh

"Die Rosenheim-Cops" sind mal wieder in einem ausgedehnten Primetime-Special zu sehen, und natürlich gibt's auch da wieder "a Leich": Ein Waldbesitzer wird erschossen auf seinem Hochsitz vorgefunden.

Ein abgelegenes Waldstück im Tiefenbacher Forst bei Rosenheim. Die Vögel zwitschern, ein paar Hirsche grasen friedlich auf einer Lichtung. Dann durchschlägt ein Schuss die Idylle – und leider auch die Brust von Joseph Kreitmair, der gerade noch oben auf einem Hochsitz durch seinen Feldstecher lugte. Nicht viel später geht ein Anruf im Polizeipräsidium Rosenheim ein, kurz darauf gibt Frau Stockl (Marisa Burger) den Kollegen Bescheid: "Es gaabat a Leich!" – Ein neuer Fall also für die "Rosenheim-Cops". Üblicherweise haben sie im ZDF-Vorabend Dienst, diesmal ermitteln sie mal wieder in einem 90-minütigen "Winter-Special" zur Primetime.

Wer ist beziehungsweise war der Tote auf dem Hochsitz? Joseph Kreitmair (Marc Hüffer) gehörte zu einer großen Waldbesitzer-Dynastie, der Name Kreitmair steht seit Generationen für erstklassige nachhaltige Forstwirtschaft. Gefunden wurde die Leiche von einem gewissen Ignatius Böck (Heio von Stetten), der angibt, mit Joseph Kreitmair zum Jagen verabredet gewesen zu sein. Die Kommissare Stadler (Dieter Fischer) und Hansen (Igor Jeftić) vernehmen ihn noch an Ort und Stelle. Nein, er habe keinen Schützen und auch sonst nichts Auffälliges gesehen. Ja, die Herrschaften dürfen sein Jagdgewehr selbstverständlich für eine ballistische Untersuchung mitnehmen. Für etwaige weitere Fragen stehe Böck jederzeit gerne zur Verfügung.

Dieser Ignatius Böck, Besitzer einer Edel-Schreinerei und deshalb schon lange beruflich mit den Kreitmairs verbandelt, hat so wenig zu verbergen, dass es schon wieder verdächtig ist. Und er verstrickt sich in Widersprüche. Wie Stadler und Hansen später erfahren, sollte er eigentlich nicht Joseph Kreitmair zum Jagen treffen, sondern dessen Vater Friedrich (Michael Mendl). Die Kommissare stutzen. "A bissl komisch is des scho ..." War es also Böck? Ganz so einfach wird's den Zuschauern dann doch nicht gemacht, weil "a bissl komisch" ist in dieser XXL-Folge von "Die Rosenheim-Cops" noch vieles mehr.

Dichtes Krimi-Dickicht und ein bisschen privates "Halali"

8.000 Hektar Wald besitzen die Kreitmairs – jede Menge Platz also, um das TV-Publikum immer wieder auf kleine Irrwege und falsche Fährten zu locken. Ein Konflikt zwischen Joseph Kreitmair und seinem Bruder Sebastian (Arthur Klemt), Borkenkäfer-Streit zwischen den Kreitmairs und einem benachbarten Waldbesitzer, krumme Geschäfte im Sägewerk und eine Witwe, die in der Ehe mit Joseph Kreitmair offenbar viel Frust schob: Die Liste an Motiven und möglichen Tatverdächtigen ist lang, und das Autorenteam um Ariane Homayounfar und Joachim Braner sowie Regisseur Herwig Fischer kosten den vielen Raum und das Extra an Spielzeit voll aus, ehe sich das Dickicht irgendwann lichtet.

Mit "Totholz" (bereits ab Mittwoch, 13. November, 10 Uhr, in der Mediathek abrufbar) ist den Machern von "Die Rosenheim-Cops" ein hübsch ausgestatteter und angemessen spannender Krimi gelungen. Auch für die vergnüglichen Momente zwischendurch ist hinreichend gesorgt, in diesem Fall vor allem dank Sven Hansen. Es gibt da jemanden, den er zwischen den Ermittlungen trifft. Sie heißt Isabella (Julia Stinshoff) – eine furchtbar charmante und sympathische Dame! Für sie tauscht Nordlicht Hansen sogar das seriöse Jackett gegen einen schicken bayerischen Janker. Hansen in Tracht, "wos isn'n jetzt los?!". So wird im Polizeipräsidium Rosenheim über die ganze Folge fleißig getuschelt und geflachst. Als Hansen sich einmal zur Tür hinaus verabschiedet, um Isabella bei einer Abendveranstaltung ihres Jagdvereins zu treffen, wünschen ihm alle einen ausgesprochen "schönen" Abend – "... und Halali".

Die Rosenheim-Cops: Totholz – Mi. 20.11. – ZDF: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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