"Die Wilden" in den Menschenzoos

  • Sie stehen für viele tausend ausgestellte Menschen, deren Namen in Vergessenheit geraten sind: Marius Kaloie und seine Stammesangehörigen, Kanaken aus Neukaledonien. Vergrößern
    Sie stehen für viele tausend ausgestellte Menschen, deren Namen in Vergessenheit geraten sind: Marius Kaloie und seine Stammesangehörigen, Kanaken aus Neukaledonien.
    Fotoquelle: Groupe de recherche Achac
  • Kinder, Frauen und Männer wurden zur Schau gestellt, um eine Hierarchie der Rassen zu fördern und die Kolonialisierung der Welt zu rechtfertigen. Vergrößern
    Kinder, Frauen und Männer wurden zur Schau gestellt, um eine Hierarchie der Rassen zu fördern und die Kolonialisierung der Welt zu rechtfertigen.
    Fotoquelle: Groupe de recherche Achac
Spielfilm, Dokumentarfilm
Von der Pseudowissenschaft zum Rassenwahn
Von Hans Czerny

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 29/09 bis 28/11
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2017
arte
Sa., 29.09.
20:15 - 21:45


Massenhaft wurden im 19. Jahrhundert Menschen als "Wilde" im Zoo oder Zirkus ausgestellt. Bildung wurde vorgeschoben.

Sie waren eine Attraktion – im Zirkus, in Theatern, in Anatomiesälen – und sogar im Zoo: Von der Mitte des 19. bis weit ins 20. Jahrhundert wurden Menschen aus Kolonialländern als Sensationsobjekte zur Schau gestellt. Rund 35.000 "Wilde" wurden unter dem Deckmantel der kulturellen Fortbildung vorgeführt, unter den eineinhalb Milliarden Besuchern gedieh ein früher Rassismus. Immer furchterregender mussten die Vorgeführten sein, man wollte damit die Hierarchie der Rassen zementieren. Die Dokumentation "Die Wilden in den Menschenzoos" (ARTE France, 2017) geht nun dem Schicksal von sechs der einst Gezeigten mithilfe von Experten und Zeitzeugen auf den Grund.

Darüber hinaus beleuchtet die Dokumentation anhand der Schicksale der Menschen aus Feuerland, Australien und Französisch-Guyana, aus dem Kongo, Senegal und Neu-Kaledonien den Wandel von einem pseudowissenschaftlichen Rassismus im 19. Jahrhundert zum politischen Alltags- und Massenrassismus des 20. Jahrhunderts.


Quelle: teleschau – der Mediendienst


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