Drohnenabwehr: Was Deutschland von der Ukraine lernen kann
04.04.2026 • 17:30 - 18:00 Uhr
Info, Reportage
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Marco, Pressesprecher der ukrainischen Drohnenfirma General Cherry präsentiert eine Interceptor-Drohne.
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Die Browning schießt scharf
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Die Straßen in der Nähe der Front sind mit Fischernetzen überspannt, die gefährliche Kamikaze-Drohnen abwehren sollen.
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Das amerikanische Maschinengewehr ist auf einem ukrainischen Stativ montiert.
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Originaltitel
Drohnenabwehr - Was Deutschland von der Ukraine lernen kann
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Info, Reportage

Drohnenabwehr: Was Deutschland von der Ukraine lernen kann

Noch nie gab es so viele illegale Drohnenflüge über deutschem Territorium wie 2025. Die Zahl hat sich in den letzten fünf Jahren von 92 auf 225 mehr als verdoppelt. Besonders in der Nähe von Flughäfen stellen die unbemannten Flugobjekte eine reale Gefahr dar. Auch im Luftraum über kritischer Infrastruktur sichten beunruhigte Anwohnerinnen und Anwohner immer mehr Drohnen, viele Videos davon landen im Internet. In den meisten Fällen ist die Polizei im Kampf gegen die Drohnen machtlos. Auch wenn die Aufklärungsquote in den letzten Jahren gestiegen ist, lag sie zuletzt bei ca. 12 - 15 Prozent. Demnach weiß die Polizei bei 85 - 88 Prozent der Sichtungen nichts über die Urheber. Auf die Frage, ob es sich dabei auch um russische Akteure handeln könnte, sagte der BKA-Präsident Holger Münch: \"Das wissen wir nicht mit hundertprozentiger Sicherheit.\" Auch wenn es hierzulande bisher noch keine Angriffe von Drohnen gab, hat die Debatte einen militärischen Hintergrund: Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Weil westliche Rüstungslieferungen auf sich warten ließen, haben ukrainische Soldaten damit begonnen, handelsübliche Drohnen mit tödlichen Sprengsätzen auszurüsten. Mittlerweile ist der Angriff mit und die Abwehr gegen Drohnen kriegsentscheidend. Laut Militärexperten gehen ca. 80 Prozent aller Tötungen und Schäden in diesem Krieg auf Drohnen zurück. Russland und die Ukraine liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die tödlichsten Innovationen und die effektivsten Abwehrmittel. Für "exactly" besucht MDR-Reporter Milan Schnieder die Berlin Security Conference und gewinnt dort Eindrücke von einer milliardenschweren Branche, die sich auf die neue Bedrohung umstellen muss. Weil ihm weder die Polizei noch die Bundeswehr Einblicke in den Aufbau ihrer Drohnenabwehr gewähren, entscheidet er sich, selbst in die Ukraine zu reisen. In Kiew besucht das MDR-Team die Firma Genera Cherry. Was als Bastelbude ukrainischer Veteranen begann, wurde zum Startup und ist heute eine der größten Firmen zur Produktion von Angriffs- und Abwehr-Drohnen, so genannten Interceptors. Die werden vor allem gebraucht, um große Drohnen in mehreren Kilometern Flughöhe zu treffen. Diese Interceptors sind nicht nur simpel konstruiert, um Geld zu sparen: "Unsere Soldaten brauchen Produkte, die sie auch unter stressigen Bedingungen einfach bedienen können", erklärt Marco, der Pressesprecher der Firma. Das Reporterteam verbringt die Nächte mit zivilen Einheiten, die nur darauf warten, russische Shahed-Drohnen mit Großkaliber-Maschinengewehren zu bekämpfen. In Dnipro in der Ostukraine treffen sie einen Mann, der abgestürzte Drohnen entschärft und in einem privat betriebenen Museum ausstellt. Schließlich zeigt eine ukrainischen Drohneneinheit dem Reporter nahe der Front, wie sie sich gegen russische Drohnen schützt. Welche effektive Abwehr gegen die unterschiedlichsten Arten von Drohnen gibt es? Wie unterscheidet sich die Drohnenabwehr in der Ukraine von der in Deutschland?

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