Ein Tag auf Burg Münzenberg 1218
28.11.2026 • 11:15 - 11:55 Uhr
Info, Geschichte
Lesermeinung
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Originaltitel
Ein Tag in...
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2021
Altersfreigabe
12+
Info, Geschichte

Ein Tag auf Burg Münzenberg 1218

"Ein Tag auf Burg Münzenberg 1218" führt in eine Zeit voller Gewalt und Konflikte in der hessischen Wetterau. Der Burgverwalter hat alle Hände voll zu tun, um die Region zu schützen. Der "Terra X"-Film begleitet einen Tag lang Eberhard von Münzenberg. Der Kastellan ist Manager, Steuereintreiber und Chef der Burgwache. Anhand der fiktiven Biografie zeigt die Dokumentation, wie turbulent der Alltag eines Burgverwalters im Mittelalter war. Es ist der 1. Oktober 1218. Das Heilige Römische Reich steht unter der Regentschaft des legendären Stauferkönigs Friedrich II. Seine Herrschaft ist keineswegs gefestigt: Im Süden des Reiches rebellieren die Lombarden. Im Norden versuchen mächtige Fürsten, den Einfluss des jungen Königs zu schmälern. Zur Durchsetzung seiner Macht lässt Friedrich zahlreiche Burgen errichten. In einer Zeit ohne Hauptstadt, ohne einheitliche Reichsgesetze oder Polizei sind Burgen Machtzentren und Gerichtsstandorte zugleich. In der Wetterau ist der Schutz der umliegenden Ortschaften besonders wichtig. Die Region gehört zu den großen Kornkammern des Reiches. Die Burg Münzenberg soll die fruchtbare Talebene, die umliegenden Dörfer und auch die Stadt Münzenberg verwalten und absichern. Dass die Burg sämtliche Aufgaben erfüllen kann, hängt vor allem von Eberhard von Münzenberg ab. Er ist der Kastellan der Burg - so etwas wie ein Verwalter. Der eigentliche Burgherr ist sein Halbbruder Ulrich I. von Münzenberg. Er reist oft im Gefolge des Kaisers und überlässt Eberhard die Geschäfte auf der Feste. Ein anstrengender Job - Eberhard ist Manager, Steuereintreiber und Chef der Burgwache zugleich. Dabei wandelt er zwischen den Welten der Herrscher und der Beherrschten. Allerdings haftet an Eberhard ein Makel, der ihn bisher um sein persönliches Glück gebracht hat. Eberhard ist ein uneheliches Kind, ein Bastard. Im Mittelalter zwar keine Seltenheit, aber doch der Grund, warum Eberhard mit Anfang 20 noch immer ledig ist. Die Hochzeit mit einer jungen Adligen soll den Weg frei machen für Eberhards Zukunft und gleichzeitig für eine nützliche Allianz sorgen. Die potenzielle Braut sowie ihre Eltern haben sich angekündigt, um die Hochzeitsbedingungen final zu verhandeln und vertraglich zu fixieren. Denn wie im Mittelalter üblich, spielen finanzielle und machtpolitische Interessen eine gewichtige Rolle bei der Eheschließung. Eberhards Gedanken kreisen um seine Zukünftige und das anstehende Bankett, als ihn schlechte Nachrichten ereilen. Seine Bauern wurden überfallen und können ihre Abgaben nicht leisten. Eine gefährliche Situation für Eberhard, denn im Mittelalter sind Bauern keine Sklaven. Wenn sie nicht geschützt werden, können sie ihm schnell die Unterstützungen versagen, und die Burg verliert ihre wichtigste Einnahmequelle. Eberhard muss all sein Geschick aufbieten, um die Lage zu beruhigen und sich die Gefolgschaft der Bauern zu sichern. Schnell erkennt er, was der Grund für den Überfall ist. Die benachbarte Adelsfamilie von Grüningen will eine ertragreiche Mühle der Münzenberger in ihren Besitz bringen und hat deshalb unter einem Vorwand den von Münzenbergs die Fehde erklärt. Eine übliche Form der Konfliktlösung im Mittelalter, die schnell zu einem Kleinkrieg eskalieren kann. Die Fehde bedeutet eine große Bedrohung für die Zukunft der Burg und damit auch für die ganze Region. Eberhard organisiert den Schutz der Burg und der umliegenden Dörfer und kümmert sich zunächst weiter um sein Tagesgeschäft. Denn die Anlage soll einen zweiten Wehrturm erhalten, und es gibt jede Menge Probleme: Plötzliche Mehrkosten und Verzögerungen sind nicht nur ein Problem moderner Bauvorhaben. Beim abendlichen Bankett scheint alles gut zu werden. Die Details des Ehevertrages sind geklärt, und die zukünftige Braut findet an ihrem Bräutigam Gefallen. Doch plötzlich erfährt Eberhard, dass sich die Fehdeführer vor dem Stadttor versammelt haben. Der Kastellan muss sich den Angreifern stellen und ein Blutbad verhindern.

Das beste aus dem magazin

Ein Paar steht im Sonnenuntergang am Strand und hat sich in den Armen.
Reise

Der Winterurlaub verändert sich

Kanaren statt Kälte, Ägypten statt grauer November, Thailand statt Winterjacke: Wenn es in Deutschland ungemütlich wird, zieht es viele Urlauber in die Sonne. Doch bei der Wahl des Winterziels zählen längst nicht mehr nur Wärme und Strand. prisma zeigt, welche Trends es gibt.
Leonora Huth schaut seitlich.
HALLO!

Leonora Huth über ihre Karriere: "Ich habe auf mein Bauchgefühl gehört"

Trotz des verpassten ESC-Auftritts hat Leonora Huth musikalisch Fuß gefasst. Nach der Deutschland-Tour arbeitet sie nun an ihrem Debütalbum, das 2027 erscheinen soll.
Prof. Dr. med. Fadi Al-Rashid im weißen Kittel.
Gesundheit

Neue Behandlung bei Angina pectoris

Ein Sinus-Reducer kann bei refraktärer Angina pectoris den Blutfluss verbessern und die Lebensqualität steigern. Der minimalinvasive Eingriff bietet Hoffnung für Herzpatienten.
Professor Dr. med. Markus Krämer schaut in die Kamera.
Gesundheit

Multiple Sklerose: moderne Therapien sind hochwirksam

Ein 18-jähriger Schüler fragte sich, ob er trotz Multiple Sklerose ein normales Leben führen könne. Dank moderner Therapie lebt er heute schubfrei und ist kürzlich Vater geworden.
Rosalie Thomass vor blauem Hintergrund.
HALLO!

Die Neue in Franken: Rosalie Thomass im Interview

Rosalie Thomass ist die neue Ermittlerin beim Tatort Franken. Im Interview spricht sie über ihre Rolle als Emmy Rathgeber, die Zusammenarbeit mit Fabian Hinrichs und ihre weiteren Projekte wie "Wäldern" und "Lügen über meine Mutter".
Ein handy mit dem Hashtag Wechseljahre.
Gesundheit

Weltmenopausetag

Die Wechseljahre betreffen jede Frau und sind geprägt von Hormonumstellungen und möglichen Beschwerden wie Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen. Der Weltmenopausetag bietet Anlass, mehr Bewusstsein für diese Phase zu schaffen.