Die Familie eines Olivenbauern in Spanien leidet, ein uralter Olivenbaum wurde nach Deutschland verkauft. Die Enkelin will ihn für den Großvater unbedingt zurück.

"Wie ein Märchen" wollte die Regisseurin Iciar Bollain ihren Film "El Olivo – Der Olivenbaum" von 2015 (jetzt erstmals im Free-TV) erzählen: Seit vielen Jahren muss Alma (Anna Castillo), Anfang 20, miterleben, wie die wirtschaftliche Krise in Spanien ihre Familie belastet hat. Von der Hühnerzucht und dem Ertrag der Olivenbäume können alle kaum noch leben. Als der Vater einen wertvollen uralten Olivenbaum für 30.000 Euro verkauft, um damit ein Restaurant am Strand zu finanzieren, stellt Almas heißgeliebter Großvater das Sprechen ein. Alma beschließt daher eines Tages, den Olivenbaum, der inzwischen als Nachhaltigkeitssymbol den Innenhof eines deutschen Energieunternehmens ziert, gemeinsam mit ihrem Freund und dem Onkel zurückzuholen.

Obwohl das letztlich nicht gelingen will und zudem der Großvater stirbt, kehrt für die Familie daheim die Hoffnung zurück. – Der Film über eine glückliche Kindheit und den wirtschaftlichen Niedergang in Spanien ist Drama und Komödie zugleich. Die spanische Presse urteilte nach der Uraufführung 2015, die Story des Ken-Loach-Autors Paul Laverty sei "ein Roadmovie à la Don Quijote, voller Humor und Lust, die Welt zu verändern".


Quelle: teleschau – der Mediendienst