Kielings wilde Welt
20.04.2025 • 19:15 - 20:15 Uhr
Natur + Reisen, Tiere
Lesermeinung
Steinböcke klettern an den steilen Wänden des  Cingino-Staudamms im Piemont.
Vergrößern
Andreas Kieling auf dem Bulldog mit seinem Tiny-House in der Eifel.
Vergrößern
Wagemutige Kletterer: Steinböcke am Cingino-Staudamm im Piemont.
Vergrößern
Löwen in Indiens Gir-Nationalpark an der Tränke.  Für die letzten Löwen Asiens ist es in der Trockenzeit die einzige Möglichkeit, an Wasser zu kommen.
Vergrößern
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
Natur + Reisen, Tiere

Vom Massensterben unter Antilopen und der Sorge um den Feldhamster

Von Elisa Eberle

In drei neuen Folgen der ZDF-Dokureihe "Kielings wilde Welt" präsentiert der Tierfilmer Andreas Kieling unter anderem Eindrücke von seinen Reisen nach Kasachstan, Island und Südgeorgien. Die Auswirkungen des Klimawandels sind in den Folgen "Vogelparadies" und "Säugetierparadiese" dabei ebenso präsent.

Andreas Kieling reist seit mehr als drei Jahrzehnten in die entlegensten Winkel des Planeten, um Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu filmen. Welche Abenteuer und faszinierenden Szenen er dabei erlebt, zeigt die 2014 gestartete ZDF-Reihe "Kielings wilde Welt".

Drei neue Folgen unter Regie von Tanja Dammertz und Iris Gesang sind knapp zwei Wochen nach der Vorab-Premiere bei ARTE nun im Rahmen von "Terra X" in der ZDF Mediathek zu sehen. Die Episode "Säugetierparadiese" zeigt das ZDF auf dem üblichen Sendeplatz von "Terra X" am frühen Sonntagabend im Free-TV. Wie gewohnt verbindet der inzwischen 65-Jährige dabei faszinierende Geschichten von exotischen Orten mit Natur-Impressionen aus seiner deutschen Heimat.

Mehrere Hunderttausend tote Antilopen

So beginnt der Filmmit einem Ausflug in die Nossentiner/Schwinzer Heide in Mecklenburg-Vorpommern: "Diese eiszeitliche Hügellandschaft erinnert mich ein wenig an die Weiten der kasachischen Steppe", erklärt Kieling. Dort beobachtete Kieling 2015 eine große Saiga-Herde. Die Hornträger mit der auffälligen Schnauze sind die einzige Antilopen-Art Asiens. Innerhalb weniger Tage wurde Kieling Zeuge von Tausenden Geburten, aber auch von einem Massensterben innerhalb der Herde. Was den Tod der mehr als 200.000 Tiere damals verursachte, erklärt Andreas Kieling nun, zehn Jahre später, in "Kielings wilde Welt".

In Äthiopien zeigt der Tierfilmer außerdem, wie eine Viehherde dem Äthiopischen Wolf bisweilen unbewusst bei seiner Jagd nach Maulwurfsratten hilft. Gemeinsam mit dem befreundeten Kameramann Frank Gutsche erinnert er sich außerdem daran, wie er das Team Claudo Sillero-Zubiri bei einer Impf-Aktion von Hunden zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Wölfe begleitete. Ebenfalls Teil von "Kielings wilde Welt – Säugetiere" sind die stark gefährdeten Feldhamster sowie die Wildschweine in Deutschland, die Fähigkeiten der Steinböcke am Cingino-Staudamm und die Gir-Löwen, die einzigen Löwen Asiens und die letzten ihrer Art.

Zu Gast in einer der "gefährlichsten Fischbuden Deutschlands"

In der online verfügbaren Episode "Vogelparadiese" besucht Andreas Kieling unter anderem eine der "gefährlichsten Fischbuden Deutschlands" auf Helgoland. Grund dafür sind die Möwen, die es auf die frittierten Fisch- und Kartoffelstücke abgesehen haben. Als Schutz vor den gierigen Vögeln bekommt die Kundschaft extra Möwen-Abwehrschirme gereicht. Die Angriffslust der Möwen sei jedoch nichts im Vergleich zu jenem Vogel, den Kieling auf Island einst beobachtete, sagt er: Die Küstenseeschwalbe setzt ihren scharfen Schnabel insbesondere in der Brutzeit ein. Die wie immer spektakulären Aufnahmen zeigen dies am Beispiel einer großen Raubmöwe, die von etlichen Küstenseeschwalben attackiert wurde. Beeindruckend ist auch die riesige Kolonie der Königspinguine, die Andreas Kieling in Südgeorgien besuchte: Mehr als 100.000 Vögel leben hier dicht an dicht. Wie sich die Alt-Vögel und ihre Jungen im Getümmel wiederfinden, demonstriert der Film.

Der dritte Film "Wasserparadiese" wiederum dokumentiert unter anderem, wie sich Commerson-Delfine mit den Herausforderungen des Klimawandels und der Erwärmung der Ozeane arrangieren. Auch zeigt der Film die beeindruckenden Formationen der Riffmantas in der Hanifaru-Bucht auf den Malediven.

Kielings wilde Welt- Säugetierparadiese – So. 20.04. – ZDF: 19.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Das beste aus dem magazin

Das Buch "Du bist das Problem, das ich  mir wünsche."
Gesundheit

Für Sie gelesen: "Du bist das Problem, das ich mir wünsche. Konflikte humorvoll lösen"

Iris Gavric und Matthias Renger, bekannt für ihren Bestseller "Shitmoves", widmen sich in ihrem neuen Buch "Du bist das Problem, das ich mir wünsche" den Herausforderungen in zwischenmenschlichen Beziehungen. Mit Humor und persönlichen Beispielen zeigen sie kreative Streit-Hacks.
Eine Person steht am Meer im Sonnenuntergang und streckt die Arme aus. Darüber ein Schriftzug "Aktiv und Gesund".
Gesundheit

Gesundheitssendungen in der Mediathek abrufen

Gesundheitssendungen im TV sind oft nicht im passenden Sendezeitpunkt zu sehen. Dank der Mediatheken der Sender kann man verpasste Sendungen jederzeit online nachholen.
Andrea Kern.
Gesundheit

Das hilft sanft und schnell bei Verstopfung

Eine Stammkundin berichtet von Verdauungsproblemen. Der Apotheker empfiehlt ballaststoffreiche Ernährung und pflanzliche Mittel wie Flohsamenschalen und Sennesfrüchte für schnelle Abhilfe.
Eine Weltkarte mit einem Strohhut, einem Kompass und zwei Spritzen.
Reise

Gut geschützt auf Reisen

Damit eine Fernreise wirklich Spaß macht, muss sie gut geplant sein. Dazu gehört auch, rechtzeitig an den notwendigen Impfschutz zu denken. prisma gibt einen kleinen Überblick über wichtige Impfungen und wann der beste Impfzeitraum ist
Axel Beyer hält sein neues Buch in der Hand.
HALLO!

Axel Beyer über sein neues Buch: „Hunde sind kein Spielzeug“

Axel Beyer hat ein neues Buch vorgelegt. Nach seinem Roman „Immer nur aufregen ist auch keine Lösung“, geht es in seinem neuen Buch „Zwei Fellnasen ziehen um“, erschienen bei Rowohlt, um den besten Freund des Menschen. Prisma hat ihn gesprochen.
Ein Mensch lehnt Wein ab.
Gesundheit

Dry January: Pause für den Körper

Im Januar verzichten viele Menschen auf Alkohol, um ihrem Körper etwas Gutes zu tun. Der Verzicht verbessert die Gesundheit und wirkt sich positiv auf Leber, Herz-Kreislauf-System und Schlaf aus. Zudem gibt man Kindern ein gutes Vorbild.