Im Maßregelvollzug sollen psychisch kranke Straftäter Hilfe und Therapie erhalten. Doch viele Kliniken sind überbelegt und haben zu wenig Personal. Das hat teils gefährliche Folgen. Etwa 13.000 Menschen befinden sich im hoch gesicherten Maßregelvollzug. Mitunter müssen schwierige Patienten isoliert werden. In Zusammenarbeit mit FragDenStaat findet "Die Spur" heraus: 2024 lebten mehrere Tausend Menschen über Tage in Einzelunterbringung. Zu viele Patienten und zu wenig Personal - der Maßregelvollzug ist überlastet. Besonders schlimm ist es in Berlin: Dort sind 27 Prozent der Stellen nicht besetzt. In Sachsen-Anhalt und Brandenburg sind es rund zehn Prozent. In Baden-Württemberg knapp vier Prozent. Der Grund sei vielerorts der Fachkräftemangel, heißt es aus den Ländern. Die offenen Stellen seien ausgeschrieben - mitunter liefen Dauerausschreibungen. Die Leidtragenden sind Mitarbeitende und Patienten: Im Schnitt alle anderthalb Wochen greift im Berliner Maßregelvollzug ein Patient einen anderen Patienten oder Mitarbeitende an. So geht es aus Unterlagen hervor, die FragDenStaat über das Informationsfreiheitsgesetz erhalten hat. Und es bedeutet auch: Therapieangebote fallen aus. Täterinnen und Täter, die eine psychische Krankheit oder Sucht zu einer schweren Straftat trieb, können so nur schwer wieder auf ein Leben in Freiheit vorbereitet werden. Bei einer Gefängnisstrafe ist in der Regel das Ende bekannt, im Maßregelvollzug ist das anders. Dort entscheidet zuerst der Therapieerfolg und dann die verfügbaren Plätze in offeneren Einrichtungen, ob ein Mensch gehen oder bleiben kann. Im Maßregelvollzug Viersen dauere es rund sechs Jahre, bis ein Patient vom Hochsicherheitsbereich in eine WG ziehen kann, berichtet die stellvertretende Ärztliche Direktorin Heike Guckelsberger: "Wir haben im Moment schon mit einem hohen Belegungsdruck zu tun. Das hat dazu geführt, dass wir eine Überbelegung haben von etwa zehn Patienten pro Bereich." Patient Marcel Göbel hat den Sportraum im Berliner Maßregelvollzug laut eigenen Angaben schon lange nicht mehr von innen gesehen: "Das Personal ist hier chronisch unterbesetzt. Und mal ehrlich, wer will denn hier arbeiten bei den Zuständen im Maßregelvollzug?" Besserung ist kaum in Sicht, meint Marcel Göbel: "Wenn man dann mit anderen Mitpatienten spricht und hört, die sind 30, 15, 20 Jahre hier, dann bekommt man es ganz schön mit der Angst zu tun." Die Spur jederzeit streamen unter zdf.de/die-spur-286 Die ganze Recherche findet sich unter fragdenstaat.de/massregel
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