Kommissar Dupin - Bretonische Spezialitäten
06.05.2021 • 20:15 - 21:45 Uhr
Serie, Krimireihe
Lesermeinung
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Originaltitel
Kommissar Dupin
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2021
Serie, Krimireihe

Auf den Spuren der Freibeuter von Saint-Malo

Von Wilfried Geldner

In seinem neunten Fall im Ersten seit 2014 zieht es Kommissar Dupin (Pasquale Aleardi) von seinem Standort Concarneau in den Norden der Bretagne, nach Saint-Malo. Eigentlich will er dort nur einen privaten Termin organisieren, aber dann wird er in der Markthalle des Ortes Zeuge eines Messermordes.

Der aus Paris in die Bretagne versetzte Kommissar Georges Dupin (Pasquale Aleardi) muss in seinem bereits neunten Film, "Bretonische Spezialitäten", im pittoresken Saint-Malo im Norden der Bretagne ermitteln. Sicher keine schlechte Idee des Autors der Romanvorlage, Jean-Luc Bannalec alias Jörg Bong, der bekanntlich 2020 sein Pseudonym zu lüften wagte. Schauplatz ist diesmal einer der schönsten Orte der Welt und zudem eine Hauptstadt von Gourmets und Sterneköchen.

In der gleichnamigen Buchvorlage besucht Dupin mit seinem Chef einen Polizeikongress. Eine Gelegenheit für viel Ironie, sowie Lobpreisungen von Stadt und Küche. Im Film fällt derlei leider flach – es geht gleich in medias res: Dupin wird in der Markthalle von Saint-Malo Zeuge eines Messerangriffs. Eine Frau (Nadja Becker) ersticht vor Zorn die eigene Schwester. Der Grund ist unklar: Habgier, Eifersucht und Rache kommen infrage.

Stolze Nachfahren großer Korsare

Was bedeutet der Satz: "Er gehört mir", den Dupin auf dem Handy der Ermordeten lesen kann, aber auch von den Lippen der Frau in der Aufzeichnung einer Videokamera danach? Gut, dass da die tüchtige Ortspolizistin Zoé (Bettina Burchard, "SOKO Leipzig") nachhelfen kann. Es stellt sich nämlich heraus, dass die beiden Schwestern stadtbekannte Restaurantleiterinnen und Sterneköchinnen waren. Allerdings war die Jüngere erst kürzlich aus Marseille zurückgekehrt, wo sie eigentlich eine neue Restaurantgründung plante.

Weil es nicht bei dem einen Tötungsdelikt bleibt und zwei weitere Morde im Milieu des edleren Gastgewerbes folgen, drängt sich trotz privater Eifersucht bald der Gedanke an ein Mitwirken der Mafia auf. Zumal auch bald ein Finsterling auf der Bildfläche erscheint, der sich bestens auskennt mit deren Gepflogenheiten. Doch Buchvorlage und Film (Drehbuch: Eckhard Vollmar) wollen mehr. Sie führen die Story in die Zeiten der berühmten Freibeuter von Saint-Malo zurück. Vor allem der im Rollstuhl sitzende Vater (Peter Franke) der feindlichen Schwestern wähnt sich als stolzer Nachfahre großer Korsare.

Dupin hat es unter solch historischer Last nicht leicht. Sehr begreiflich, dass er seinen daheim gebliebenen kauzigen Adlatus Kadeg (Jan Georg Schütte) herbeizitiert, der ihm helfen soll. Kadeg löst die Mordrätsel denn auch aus der Hüfte und ganz ohne Computer gewissermaßen antiquarisch. Die Regie (Bruno Grass) lässt ihm darüber hinaus auch in den belebenden Intermezzi mit Kollegin Nolwenn (Franziska Wulf) freie Hand.

"Unsere Kommissare ermitteln im Ausland" bemerkt die ARD über ihre Donnerstagsprotagonisten nicht ohne Stolz. Während die synchronisierten Darsteller – inzwischen sendet auch France 3 – dabei Schwerstarbeit leisten, wird Aleardi bereits auf der Straße erkannt. Deutsche Touristen zog es vor Corona bereits in Scharen zu den Drehorten der Krimis in der fernen Bretagne.

Kommissar Dupin: Bretonische Spezialitäten – Do. 06.05. – ARD: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Das beste aus dem magazin

Mathias Liebing mit verschränkten Armen.
HALLO!

Mathias Liebing: „Der Fußball gehört im Osten wieder zur regionalen Kultur“

Mathias Liebing hat nach seiner Biografie über Norbert Nachtweih nun das Buch „Plattgemacht“ über die Entwicklung des Fußballs in Ost-Deutschland nach der Wende geschrieben. Im Gespräch mit prisma gibt er interessante Einblicke in die ostdeutsche Fußballseele.
Eine Grafik zum Weltgesundheitstag.
Gesundheit

Die Gesundheit im Blick

Der Weltgesundheitstag wird jährlich am 7. April gefeiert und erinnert an die Gründung der WHO 1948. Das diesjährige Thema lautet: "Gemeinsam für die Gesundheit. An der Seite der Wissenschaft". Deutschland begeht diesen Tag seit 1954 mit angepassten Schwerpunkten.
Dr. med. Ramtin Knuschke in einem weißen Kittel.
Gesundheit

Bluthochdruck: Was hilft, wenn Tabletten nicht mehr reichen?

Bluthochdruck bleibt oft trotz Medikamenten ein Problem. Die Nierennervenablation kann neuen Halt bieten, indem sie gezielt Nervenfasern in der Nierenarterie verödet.
Alexander Scheer vor einem roten Hintergrund.
HALLO!

Alexander Scheer: "Bowie hatte 35 verschiedene Leben"

Lola-Gewinner Alexander Scheer („Gundermann“, „Sonnenallee“) feiert als David Bowie im Stück „Heroes“ seit März 2025 große Erfolge in Berlin. Nun geht der Schauspieler und Sänger mit der Show, die am Berliner Ensemble regelmäßig ausverkauft ist, auf Tour. Im Interview spricht er über Bowies Musik und dessen Liebe zur Literatur.
Professor Dr. Sven Ostermeier ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Sportmedizin und Chirotherapie. Der Schulter- und Knieexperte arbeitet als leitender Orthopäde der Gelenk Klinik Gundelfingen. Außerdem ist er Instruktor der Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie.
Gesundheit

Knie-Arthrose: Nur keinen Schongang einlegen

Knie-Arthrose muss nicht das Ende der Beweglichkeit bedeuten. Mit gezielten Übungen kann der Knorpel gestärkt und Schmerzen gelindert werden. Entdecken Sie einfache Bewegungsformen, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen und den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.
Getty Images
Reise

Mit KI zum perfekten Urlaub 

Künstliche Intelligenz (KI) kann die Reiseplanung vereinfachen. Viele Fluggesellschaften und Anbieter setzen bereits auf sie. Auch KI-basierte Apps erweisen sich als hilfreiche Assistenten.