La Maison - Haus der Lust
17.11.2026 • 02:55 - 04:15 Uhr
Spielfilm, Drama
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Originaltitel
La Maison
Produktionsland
F, B
Produktionsdatum
2022
Altersfreigabe
16+
Spielfilm, Drama

La Maison - Haus der Lust

Emma, eine Schriftstellerin, beschließt, ein Buch über Prostitution zu schreiben - und lernt dabei am eigenen Leib unterschiedlichste Seiten der Arbeit in einem Bordell kennen. Als Emma dem jungen Ian begegnet und von ihrer Sexarbeit erzählt, stehen beide vor einer kniffeligen Entscheidung. - "La Maison" ist die Verfilmung des aufsehenerregenden Bestsellers der Französin Emma Becker, die in ihrem Buch eigene Erfahrungen beschreibt. Die französische Schriftstellerin Emma (Ana Girardot) ist 27 und lebt mit ihrer jüngeren Schwester Madeleine (Gina Jimenez) in Berlin. Sie führt eine Gelegenheits- und Fernbeziehung mit dem verheirateten Stéphane (Yannick Renier), der sie ab und zu in Berlin besucht. Als sie ihm erzählt, dass sie ein Buch über Prostitution schreiben und sich deshalb als Prostituierte versuchen möchte, ist er fassungslos. Ihre Schwester nicht weniger. Doch Emma lässt sich nicht abbringen. Das erste Bordell, in dem sie es versucht, ist allerdings kein guter Ort, und schon bald macht sie unliebsame Erfahrungen mit einem unkontrollierbaren Freier. Doch im "La Maison" hat sie mehr Glück: Dort führt Inge (Hildegard Schroedter) wie eine Mutter Regie und passt auf. Auch ihre Mitarbeiterinnen aus verschiedenen Ländern und Milieus gefallen Emma. Eine große Bandbreite von Männern begegnet ihr: alte, junge, Machos, sexgierige und Genießer, aber auch verklemmte und schüchterne Anfänger. Aus wenigen Monaten werden zwei Jahre, in denen sie Material für ihr Buch sammelt - möglichst unauffällig. Sie erlebt gefährliche Situationen, Geheimnistuerei und Isolation, aber sie erlebt sich auch als stark und selbstbestimmt. Doch dann lernt sie Ian (Lucas Englander) kennen, verliebt sich in ihn - und steht vor einer kniffeligen Entscheidung. "La Maison - Haus der Lust" entstand nach dem 2020 auch in Deutschland erschienenen gleichnamigen Bestseller von Emma Becker, der in Frankreich mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde. Die 1988 im Großraum Paris geborene Becker verarbeitete in ihrem dritten Roman eigene Erfahrungen während ihrer Zeit in Berlin. Im "Stern", aber nicht nur dort, wurde der Roman begeistert aufgenommen: "So zwingt Emma Becker ihr Publikum - manchmal frech, manchmal lüstern, immer nachdenklich und literarisch eindrucksvoll - letztlich mit über die Grenze und eröffnet eine Welt jenseits der bekannten Klischees." Die Filmemacherin Annissa Bonnefont war zunächst mit Dokumentarfilmen bekannt geworden, unter anderem über den Modedesigner Olivier Rousteing vom Pariser Modehaus Balmain. Fast wäre sie zu spät auf das Projekt aufmerksam geworden und kam erst durch den Rückzug eines anderen Regisseurs zum Zug. Gemeinsam mit Emma Becker und der Hauptdarstellerin Ana Girardot ("Der Wein und der Wind", "Einsam Zweisam") entwickelte sie das Drehbuch und die Hauptfigur, wobei es nicht zuletzt um die Arbeit und die Umstände beim Dreh der zahlreichen Nacktszenen ging: "Schon ab den Kamera-Tests arbeiteten wir am Thema Nacktheit, Anas Auftreten, damit sie von Anfang an natürlich rüberkommt. Im Drehbuch ist Nacktheit nie spekulativ, jede Sex-Szene soll etwas sagen und die Geschichte voranbringen." Ana Girardot gelingt es tatsächlich, die komplexen Motive Emmas zum Ausdruck zu bringen, auch ihre Zerrissenheit im Umgang mit dem Buchprojekt und seinen ganz besonderen Herausforderungen. Neben Girardot ist mit der Deutschen Hildegard Schroedter ("Deutsches Haus") als Bordell-Leiterin sowie Aure Atika ("The Night Manager", "Ein Sommer in der Provence") und der Almodóvar-Ikone Rossy de Palma weitere namhafte und internationale Frauenpower vertreten.

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