Malediven - Overtourism und Scharia
15.04.2026 • 12:00 - 12:45 Uhr
Natur + Reisen, Tourismus
Lesermeinung
Weiße Strände, türkisblaues Meer: Die Schönheit der Malediven lockt jedes Jahr massenweise Urlauber an.
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Durch den Massentourismus auf den Malediven fallen zusätzlich riesige Mengen Müll an. Entsorgt wird dieser auf der Müllinsel Thilafushi.
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Immer mehr künstliche Inseln werden erschaffen - auch, um darauf neue Hotels zu erbauen.
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Die Malediven sind ein muslimischer Staat ohne Religionsfreiheit. Das führt zu Konflikten – sowohl zwischen Einheimischen und Touristen als auch innerhalb der Bevölkerung.
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Originaltitel
Malediven - Overtourism und Scharia
Produktionsland
F
Produktionsdatum
2024
Natur + Reisen, Tourismus

Malediven - Overtourism und Scharia

Traumstrände, türkisblaue Lagunen, Luxusresorts: Rund 1,7 Millionen Touristen kommen jährlich auf den Archipel. Steigender Meeresspiegel, Müll und Extremismus bedrohen das Urlaubsparadies. Um dem wachsenden Tourismus und dem Landverlust durch Überschwemmung entgegenzuwirken, wird im großen Stil Land gewonnen. Multinationale Unternehmen erschaffen künstliche Inseln, vor allem als Baugrund für neue Hotels. Nicht ohne Folgen für die sensiblen Ökosysteme. Große Teile der Korallenriffe sterben ab und mit ihnen ein Teil der Tierwelt. Doch nicht nur die Umwelt der Malediven leidet. Auch politisch sieht sich die Bevölkerung des Inselstaates immer wieder mit Spannungen konfrontiert. Der Islam ist Staatsreligion, und Extremisten propagieren die Scharia. Viele von ihnen lehnen die Demokratie ab. Nur wenige Hundert Meter Luftlinie trennen freizügig bekleidete Touristinnen in Hotelanlagen von den Frauen und Mädchen des Archipels, die zunehmend nur noch komplett bedeckt auf die Straßen gehen. Ein politischer Umbruch scheint schwierig. Andersdenkende wie der ehemalige Staatspräsident Mohamed Nasheed müssen um ihr Leben fürchten.

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