Max Ernst - Der Surrealist und das Trampeltier
25.07.2026 • 19:20 - 20:00 Uhr
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Originaltitel
Max Ernst - Der Surrealist und das faschistische Trampeltier
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
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Max Ernst - Der Surrealist und das Trampeltier

Der Maler Max Ernst: Freigeist, Frauenliebling, Antifaschist. Zum 50. Todestag am 1. April 2026 erzählt der Film die spannende Geschichte des revolutionären Wegbereiters des Surrealismus. Die rätselhaft-magischen Bildwelten Max Ernsts (1891-1976) faszinieren und verstören zugleich. Geprägt von seinen Erfahrungen mit Krieg und Faschismus spiegeln sie eine künstlerische Haltung, die bis heute nichts von ihrer Dringlichkeit verloren hat. Im Juni 1940 befindet sich Max Ernst in einer bedrohlichen Situation: Während die deutschen Truppen immer weiter in Richtung Südfrankreich vorrücken, ist er mit anderen deutschen und österreichischen Staatsbürgern als vermeintlich "feindlicher Ausländer" in einem Internierungslager bei Aix-en-Provence inhaftiert. Für den Hitler-Gegner Max Ernst, dessen Werke von den Nationalsozialisten als "entartete Kunst" diffamiert werden, wäre es gefährlich, in ihre Hände zu fallen. Von diesem Moment aus erzählt der Film rückblickend das Leben des epochalen Künstlers bis zu seinem US-amerikanischen Exil in den 1940ern. Im ersten Weltkrieg hatte Max Ernst selbst als Soldat in den Kampf ziehen müssen. Die traumatisierende Fronterfahrung wird zu einem Schlüsselerlebnis in seiner Biografie. Von diesem Zeitpunkt an ist Max Ernst immer auch ein politischer Künstler. Ein Künstler, der die alte Gesellschaftsordnung zerstören will. Zusammen mit den Pariser Surrealisten um André Breton zettelt er eine kulturelle Revolution an, deren Erschütterungen über die Kunstwelt hinaus gehen. Mit seinem 1937 entstandenen Werk "Der Hausengel" - dem "Trampeltier, das alles, was ihm in den Weg kommt, zerstört und vernichtet", thematisiert Max Ernst die menschliche Zerstörungslust. Die Figur des Trampeltiers ist eine Allegorie auf die Diktatoren seiner Zeit, die heute aktueller denn je ist. Mit Archivmaterial, Elementen der Graphic Novel und hochrangigen Interviewpartnern zeichnet der Film ein lebendiges Porträt des Malers in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

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