"Mehr als ein Mord": Die Doku im ARD-Spätprogramm zeichnet die beklemmende Geschichte von Frauen nach, die durch Zufall an den falschen Mann gerieten – einen Serientäter?
Es ist ein maßlos brutales Verbrechen, dass die Kriminalpsychologen und Tatort-Forensiker einen paradoxen Namen geben: Übertöten. Mit 126 Messerstichen wurde eine junge Frau von Michael S. getötet – im hemmungslosen, schier wahnhaften Blutrausch. Die Dokumentation "ARD Crime Time: Mehr als ein Mord" bringt das schreckliche Gewaltverbrechen mit einem anderen realen Ermittlungsfall in Verbindung: dem Verschwinden der 35-jährigen Anna aus Gelsenkirchen im Juli 2019. Heftiger Stoff zur noch gar nicht so weit vorgerückten Programm-Uhrzeit.
Das Rätsel um die verschwundene Anna erwies sich als überaus bizarr: Es fanden sich keinerlei Spuren oder Hinweise auf ihren Aufenthaltsort. Was die Polizei allerdings schwer stutzig machte: In ihrer Wohnung hatte die Frau ihre Hunde zurückgelassen. Schnell fürchtete die Familie, dass Schreckliches passiert sein musste. Und auch ein konkreter Verdacht stellte sich schnell ein: Annas Ex-Freund Michael S. geriet ins Visier der Ermittler. Was Annas Angehörige damals noch nicht wussten: Michael saß bereits im Gefängnis. Wegen Totschlags war er zu einer Haftstrafe von elf Jahren verurteilt worden.
Gibt es einen Zusammenhang zur anderen Tat? Tötete der Mann zwei oder vielleicht sogar noch mehr Frauen? Die Reihe versucht in vier Folgen die Schicksale von Frauen zur rekonstruieren, die – möglicherweise von einem Serientäter – ermordet wurden.
ARD Crime Time: Mehr als ein Mord – Mo. 24.07. – ARD: 22.30 Uhr