Oma ist verknallt
01.06.2018 • 20:15 - 21:45 Uhr
TV-Film, TV-Komödie
Lesermeinung
Matthias (Florian Panzner) begleitet seine Mutter Gisela (Ruth Reinecke) zum Friedhof
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Ausgerechnet die pubertierende Bille (Gioia Marischka) freut sich über den Einzug von Oma Gisela (Ruth Reinecke). Giselas Sohn Matthias (Florian Panzner), Enkel Tom (Konstantin / Leopold Schmidt) und Schwiegertochter Nina (Hilde Dalik) sind da eher skeptisch.
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Kein Platz für Oma Gisela (Ruth Reinecke): In dem neuen Zuhause von Sohn Matthias (Florian Panzner), Enkel Tom (Konstantin / Leopold Schmidt), Schwiegertochter Nina (Hilde Dalik) und Enkelin Bille (Gioia Marischka) ist es eigentlich zu eng.
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Giselas Sohn Matthias (Florian Panzner) und ihr Enkel Tom (Konstantin / Leopold Schmidt) werden zu Komplizen: In der Partnervermittlung von Frau Liebowsky (Sabine Vitua) suchen sie nach dem Richtigen für die Oma.
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Jetzt geht’s los: Gisela (Ruth Reinecke) möchte Enkelin Bille (Gioia Marischka) den Autor der Liebesbriefe zeigen.
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Eine überraschende Begegnung: Gisela (Ruth Reinecke) besorgt die Pille für ihre Enkelin ausgerechnet in der Apotheke von Theodor (Ernst Stötzner), den sie vom Friedhof kennt.
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Matthias (Florian Panzner) und sein Sohn Tom (Konstantin / Leopold Schmidt) suchen in einer Partneragentur einen Mann für Gisela.
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Ist er der romantische Briefeschreiber? Gisela (Ruth Reinecke) sieht den Witwer Theodor (Ernst Stötzner) nun mit anderen Augen.
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Bei Matthias (Florian Panzner) und Nina (Hilde Dalik) hängt schon bald der Haussegen schief.
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Was ist los mit meiner Mutter? Matthias (Florian Panzner) erkundigt sich bei Dr. Berg Arzt (Thomas Dehler) nach dem Gesundheitszustand seiner Mutter.
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Romantik wie im Hollywood-Film! Stolz zeigt Gisela (Ruth Reinecke) ihrer Enkelin Bille (Gioia Marischka) die bezaubernden Liebesbriefe.
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Viel Post für die Oma: Matthias (Florian Panzner) und Enkel Tom (Konstantin / Leopold Schmidt) staunen über den tollen Rücklauf bei ihrer Partnersuche.
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Oma Gisela ist wieder weg - und fehlt! Sohn Matthias (Florian Panzner), Enkel Tom (Konstantin / Leopold Schmidt), Schwiegertochter Nina (Hilde Dalik) und Enkelin Bille (Gioia Marischka) sind wieder alleine am Küchentisch.
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Eine glücklich Familie - ohne die unbeliebte Oma: Matthias (Florian Panzner) und Nina (Hilde Dalik) mit ihren Kindern Tom (Konstantin/Leopold Schmidt) und Bille (Gioia Marischka)
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Gisela (Ruth Reinecke) begleitet ihre Enkelin Bille (Gioia Marischka) zur Frauenärztin (Katja Lechthaler) und hilft ihr, das Rezept für die Pille zu erhalten.
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Titel / Presseheft - Oma Gisela (Ruth Reinecke, vorne) blüht auf dank anonymer Liebesbriefe. Sohn Matthias (Florian Panzner), Enkel Tom (Konstantin / Leopold Schmidt), Schwiegertochter Nina (Hilde Dalik) und Enkelin Bille (Gioia Marischka) staunen.
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Hint
Audiodeskription
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
TV-Film, TV-Komödie

Frühstück bei Gisela

Von Markus Schu

Aus heiterem Himmel steht Oma Gisela bei ihrem Sohn und dessen Familie vor der Tür. Notgedrungen gewähren sie ihr ein Dach über dem Kopf. Doch wie können sie die alte Frau wieder loswerden?

Die finanzielle Lage von Matthias (Florian Panzner) und seiner Familie sieht gerade eher durchwachsen aus. Jeder Cent muss umgedreht werden. Dann steht auch noch völlig unerwartet Oma Gisela (Ruth Reinecke) vor der Tür. Im Rollstuhl. Jemand müsse sich um sie kümmern, verkündet die alte Dame. Unfreiwillig bietet Matthias seiner Mutter vorerst Asyl – lange kann das aber nicht so bleiben! Weil die mürrische Frau mittlerweile jedweden Lebensmut verloren hat, tüfteln ihr Sohnemann und Enkel Tom (Konstantin und Leopold Schmidt) einen gewieften Plan aus: "Oma braucht einen Verehrer! Also nicht einen echten, aber sie muss auf andere Gedanken kommen." Gesagt, getan. Doch die Idee ist genauso dämlich, wie sie klingt. Fortan empfängt Gisela gefälschte Liebesbriefe und beginnt tatsächlich wieder aufzublühen. Natürlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis Vater und Sohn im ARD-Film "Oma ist verknallt" mächtig in die Bredouille geraten ...

Ein Riesenfan von "Frühstück bei Tiffany" ist sie, die Oma Gisela. Auf die ein oder andere Art und Weise wird immer wieder auf den Komödienklassiker mit Audrey Hepburn verwiesen. Dass Markus Herlings TV-Film mit dem Hollywoodstreifen nicht mithalten kann, dürfte niemanden ernsthaft verwundern. Tatsächlich gelingen dem Regisseur und seinem Autor Robert Krause aber auch ein paar sehenswerte Momente und unterhaltsame Dialogszenen. Die halten sich aber in Grenzen.

Spannung baut sich kaum auf: Sämtliche Konflikte werden genauso schnell wieder gelöst, wie sie etabliert worden sind, oder erscheinen an den Haaren herbeigezogen – wirklich dramatische Ereignisse sucht man vergebens. Man kann sich kaum des Eindrucks erwehren, dass die ARD hier versucht hat, ein paar gezielte Tabubrüche zu wagen: Ein Flirt auf dem Friedhof zwischen Witwe Gisela und Witwer Theodor (Ernst Stötzner), der Sohn, der seiner Mutter – wenngleich rein fiktive – Liebesbriefe schickt und damit ödipale Zusammenhänge suggeriert.

Sexualität ist ohnehin das große Thema des Films. So darf Tochter Bille bereits mit 14 Jahren die erste Pille kaufen, und Gisela klärt Mama Nina (Hilde Dalik, "Vorstadtweiber") über ihren anrüchigen Nebenverdienst aus früheren Jahren auf. Man mag sich vorstellen, wie die Verantwortlichen der ARD ein schelmisches "Hihihi!" hinter vorgehaltener Hand in sich hinein schmunzelten, als die Kreativen ihnen die Filmideen unterbreiteten. De facto machen all die erwähnten Elemente die Handlung aber keinen Deut interessanter.

Einzig und allein das ständige Verwirrspiel hält die Figuren auf Trab und das Publikum bei Laune – auch wenn die ganze Prämisse ziemlich hanebüchen anmutet. "Das war aber nicht sehr weitsichtig gedacht!", werden Matthias und Tom gerügt. Dasselbe könnte man den Machern vorwerfen. Wer sich mit unspektakulärer TV-Unterhaltung begnügt, liegt hier dennoch goldrichtig. Denn selbstverständlich haben sich gen Ende alle wieder lieb.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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