Rätselhafte Wüstendrachen
07.06.2026 • 14:15 - 15:00 Uhr
Info, Archäologie
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"Wüstendrachen" – riesige Steinformationen, deren Funktion bis heute Rätsel aufgibt. Ein internationales Forschungsteam geht dem Phänomen auf den Grund.
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1920 entdecken Flugzeugpiloten mysteriöse Megastrukturen in der arabischen Wüste. Ihre Funktion bleibt jahrzehntelang ein Rätsel.
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Um das Alter der "Wüstendrachen" zu bestimmen nutzen die Forschenden die OSL-Datierung. Sie zeigt, wann eine Bodenprobe zuletzt Sonnenlicht ausgesetzt war – und damit, wann sich das Sediment abgelagert hat.
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Bei Ausgrabungen nahe der "Wüstendrachen" entdecken Forschende Tausende Steinwerkzeuge – und testen deren Herstellung im Selbstversuch.
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Originaltitel
Le mystère des cerfs-volants du désert
Produktionsland
F
Produktionsdatum
2025
Info, Archäologie

Rätselhafte Wüstendrachen

In den 1920er-Jahren werden im Nahen Osten die ältesten Megastrukturen der Menschheit entdeckt. Heute sind mehr als 6000 dieser rätselhaften "Wüstendrachen" bekannt. Wer sind die Erbauer? Die gigantischen Strukturen sind nur aus der Luft erkennbar und oft mehrere Kilometer lang. Erste Forschungsergebnisse zeigen: Sie entstanden vor über 7000 Jahren in der Jungsteinzeit. Damit sind sie älter als die Pyramiden in Ägypten und die Nazca-Linien in Peru. Die "Wüstendrachen" bestehen aus langen Mauern, die in große, eingefasste Gehege münden. Mit moderner Technologie wie Satellitenbildern und Lumineszenzdatierungen rekonstruieren Archäologen Form, Alter und Funktion. Die Forscher Rémy Crassard und Wael Abu-Azizeh gehen davon aus, dass die Anlagen als Jagdfallen dienten: Jungsteinzeitliche Gruppen trieben Gazellen in die Gehege. Diese Erkenntnis verändert das Verständnis der damaligen Jagdpraktiken und verdeutlicht die ingenieurtechnischen Fähigkeiten prähistorischer Gesellschaften. Gleichzeitig werfen die Funde Fragen nach einer bisher unbekannten, spezialisierten Kultur in der Region auf. Die ältesten Megastrukturen der Menschheit stehen in der arabischen Wüste. Wer sie errichtete und wozu, zählt zu den zentralen Fragen der Archäologie. Die zweiteilige Dokumentation begleitet ein internationales Forschungsteam bei der Suche nach Antworten und wirft ein neues Licht auf Wissen, Technik und Überleben in der Jungsteinzeit.

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