Zwangsstörungen sind für Betroffene belastend und für Außenstehende oft schwer nachvollziehbar. Warum muss jemand dauernd die Hände waschen, immer wieder kontrollieren, ob der Herd wirklich ausgeschaltet ist, oder Pflastersteine zählen? In ihrem Ratgeber erklären die Autoren, was der Unterschied zwischen harmlosen Marotten – die viele Menschen haben – und einem krankhaften Zwang ist. Wer Zwangsgedanken oder Zwänge hat, kann sich diese mit den enthaltenen Fragebögen und Schaubildern bewusst machen. Am wichtigsten dürften für Betroffene jedoch die Ratschläge des Expertenteams sein, wie sich Zwänge überwinden lassen. Wie kann man sich bewusst machen, dass die eigenen Gedanken irrational sind? Wie gelingt es, Situationen auszuhalten, ohne dem Zwang zu folgen? Auch die Optionen von professioneller Hilfe oder Medikamenten werden erörtert, ebenso aufgezeigt, wie man mit anderen Menschen über seine Zwänge sprechen kann und wie Angehörige damit umgehen können.
„Nimm den Zwängen die Macht. Zwangsstörungen und Zwangsgedanken verstehen, sich ihnen stellen und Freiheit zurückgewinnen “ von Ulrich Voderholzer, Rebecca Schennach, Stefan Koch, Stiftung Warentest, 176 Seiten,
20 Euro ISBN: 978-3-7471-1036-2