Sounds of Babylon
01.03.2026 • 21:45 - 22:20 Uhr
Musik, Klassische Musik
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
2024
Musik, Klassische Musik

Sounds of Babylon

Im neuen Edutainment-Format "Sounds of Babylon - Musik der Goldenen 20er" geht BR-KLASSIK auf eine internationale Zeitreise und zeigt Experimentierfreude und Musik im Aufbruch. Die junge Dirigentin Erina Yashima präsentiert als Host gemeinsam mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Schlüsselwerke der Epoche. Unterhaltsam und anschaulich setzt sie sich mit der Machart der Werke auseinander und entdeckt ungeahnte Verknüpfungen mit Themen unserer heutigen Zeit, wie etwa mit kultureller Aneignung oder strukturellem Rassismus. Wie durchkreuzte Béla Bartók mit seiner scheinbar unpolitischen "Tanzsuite" die ultranationalen Absichten seiner Auftraggeber in Budapest und schuf so unbemerkt ein Plädoyer für die "Verbrüderung der Völker"? Warum wurde Strawinsky in Paris mit seinem "Oktett für Blasinstrumente" zum Vorreiter des Neoklassizismus? Und weshalb wurde Gershwins "Rhapsody in Blue" zum Symbol für amerikanische Kultur? In dieser Folge aus der Reihe "Sounds of Babylon" reist Erina Yashima ins brodelnde New York der 20er Jahre. Die Dirigentin ergründet die Besonderheiten und Entstehungsgeschichte der "Rhapsody in Blue" von George Gershwin. Unterstützt wird sie dabei von Solist:innen des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks sowie dem Pianisten Kirill Gerstein. In den 1920er-Jahren kam das Radio auf den Markt und veränderte grundlegend die Musikwelt. Für das neue Medium war Gershwins "Rhapsody in Blue" perfekt, denn sie reihte Themen nach einem Baukasten-Prinzip aneinander, so dass die Länge variable war. In der Komposition verschmelzen europäische klassische Musik, populäre Schlager und Hits aus Musicals wie sie in der Tin Pan Alley im New York der 20er Jahre entstanden, und Jazz zu etwas Neuem. Mit seiner Komposition traf George Gershwin den Zeitgeist der Golden Twenties und verlieh Amerika eine eigene musikalische Stimme. In dieser Zeit hatten schwarze Musiker:innen oft das Nachsehen bei der Popularisierung ihrer Musik, dem Jazz und Blues. Gershwin setzte sich mit dem Prozess der kulturellen Aneignung kritisch auseinander. Und anders als bei der für ein weißes Publikum weichgespülten Musik der Tin Pan Alley wurde die "Rhapsody in Blue" auch bei schwarzen Amerikaner:innen ein Erfolg. Den Genuss das Werk in voller Länge hören und sehen zu können, sollte man sich nicht entgehen lassen.

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