Sounds of Babylon
08.03.2026 • 22:05 - 22:25 Uhr
Musik, Klassische Musik
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
2024
Musik, Klassische Musik

Sounds of Babylon

Im neuen Edutainment-Format "Sounds of Babylon - Musik der goldenen 20er" geht BR-KLASSIK auf eine internationale Zeitreise und zeigt Experimentierfreude und Musik im Aufbruch. Die junge Dirigentin Erina Yashima präsentiert als Host gemeinsam mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Schlüsselwerke der Epoche. Unterhaltsam und anschaulich setzt sie sich mit der Machart der Werke auseinander und entdeckt ungeahnte Verknüpfungen mit Themen unserer heutigen Zeit, wie etwa mit kultureller Aneignung oder strukturellem Rassismus. Die 3. Folge der Serie widmet sich der selten gespielten "Tanzsuite" von Béla Bartók. 1923 jährte sich die Vereinigung der Städte Buda und Pest zur Metropole Budapest zum fünfzigsten Mal. Aus diesem Anlass vergab die ungarische Regierung einen Kompositionsauftrag ausgerechnet an Béla Bartók, der das Regierungsprogramm ablehnte. Diesem Dilemma verdanken wir eines von Bartóks faszinierendsten Werken: die "Tanzsuite". Der Komponist Bartók verstand, dass es im Vielvölkerstaat unter Habsburger Krone DAS ungarische Volkslied nicht gab, sondern sich die Musik der Volksgruppen gegenseitig beeinflusste. Anders als von den Auftraggebern gewünscht, feierte Bartók in der "Tanzsuite" nicht eine nationale Perspektive, sondern den interkulturellen Dialog. Die Dirigentin Erina Yashima lädt in dieser Folge der Reihe "1923 - Sounds of Babylon" zu einer unterhaltsamen Geschichtsstunde nach Ungarn ein. Hier ging Bartók in Studienreisen der Frage nach: Wie klingt Ungarn? Dabei half ihm eine neue Erfindung: der Edison Phonograph - einer der ersten Audiorekorder.

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