Spuren des Bösen - Schuld
Serie, Krimireihe • 12.04.2021 • 20:15 - 21:45
Lesermeinung
Seit 2011 spielt Heino Ferch in der ZDF-Reihe den Wiener Psychiater und Verhörspezialisten Richard Brock.
Vergrößern
Richard Brock (Heino Ferch, links) will Gerhard Mesek (Juergen Maurer) mit allen Mitteln überführen.
Vergrößern
Brigitte Klein (Katrin Bauerfeind) hat genug von Brocks Geheimnissen. Brocks Gefährte Klaus Tauber (Gerhard Liebmann) kennt die Wahrheit.
Vergrößern
Richard Brock (Heino Ferch) muss ein hohes Risiko eingehen, um seinen Kontrahenten zu überführen.
Vergrößern
Gerhard Mesek (Juergen Maurer) dringt gar in die Privatsphäre von Richard Brock ein. Brocks Lebensgefährtin, Brigitte Klein (Katrin Bauerfeind) gerät in Gefahr.
Vergrößern
Klaus Tauber (Gerhard Liebmann) weiß um die geheimen Machenschaften Brocks und arbeitet für ihn. 322 Stunden stehen auf seiner Liste.
Vergrößern
Richard Brock (Heino Ferch) kämpft für Gerechtigkeit und für die Wahrheit.
Vergrößern
Brigitte Klein (Katrin Bauerfeind) möchte endlich wissen, was ihr Lebensefährte vor ihr verheimlicht.
Vergrößern
Die Journalistin Eva Rieper (Ulli Maier) wird als ehemalige Lebensgefährtin von Brigitte Klein in den Fall eingebunden.
Vergrößern
Richard Brock möchte seine Tochter Petra Brock (Sabrina Reiter) nicht in Gefahr bringen.
Vergrößern
Gerhard Mesek (Juergen Maurer) ist Richard Brock immer einen Schritt voraus. Zunächst ...
Vergrößern
Gerhard Mesek (Juergen Maurer) ist Richard Brock dicht auf den Fersen.
Vergrößern
Originaltitel
Spuren des Bösen
Produktionsland
A, D
Produktionsdatum
2020
Altersfreigabe
12+
Serie, Krimireihe

Männer, die ums Feuer tanzen

Von Kai-Oliver Derks

Der neunte Film der "Spuren des Bösen"-Reihe beginnt fürchterlich kompliziert. Doch am Ende steht nurmehr das Duell "Mann gegen Mann".

Rund eineinhalb Jahre liegt die Ausstrahlung des achten Films der großartigen Krimireihe mit Heino Ferch als Psychiater und Verhörspezialist der Wiener Polizei zurück. Womit die Krux schon beschrieben wäre: Mit der aktuellen Folge beschließt "Spuren des Bösen" eine Art Trilogie innerhalb des Formats, die Anfang 2018 ihren Anfang nahm. Um also zu verstehen, was hier und heute geschieht, bedarf es eines glänzenden Erinnerungsvermögens.

Nicht wenige Zuschauer werden sich demnach zu Beginn fragen: Was um Himmels willen ist hier los? Irgendwann wird Richard Brock (Ferch) freundlicherweise die Zusammenhänge der Geschichte zu erklären versuchen: Es geht um Mord, um Korruption, um eine kriminelle Zelle innerhalb der Wiener Polizei. Es fallen Namen über Namen von Menschen, die in den letzten Filmen einander wahlweise hintergangen, betrogen oder umgebracht haben. Mancher Betrachter wird hier womöglich aufgeben. Sollte er aber nicht. Denn "Schuld" ist wie nahezu alle Vorgänger ein großartiger Thriller geworden, den zu verstehen bald schon wieder ganz einfach wird.

Im Grunde geht es einfach nur um ein Duell zweier Männer. Auf der einen Seite Richard Brock. Er weiß, dass es sich bei dem hochrangigen Polizisten Gerhard Mesek (Juergen Maurer) in Wahrheit um einen mehrfachen Mörder handelt. Nur beweisen kann er es ihm nicht. Also treibt er die Ermittlungen auf geradezu manische Weise gegen ihn voran. Mesek bekommt Wind davon ... und wehrt sich auf seine Weise.

Das Drama nimmt seinen Lauf

Dieser Brock, den Heino Ferch jetzt seit zehn Jahren verkörpert, ist schon eine außergewöhnliche Figur. Eigentlich nicht "fernsehtauglich". Denn: Er redet äußerst ungern, zeigt kaum Emotionen und ist ganz und gar kein Sympathieträger. Oder anders ausgedrückt, wie es ihm diesmal jemand hinwerfen wird: "Sie sind ein unangenehmer, überheblicher Idiot." So falsch ist das nicht. Und doch haben Kenner der kruden Reihe Verständnis: Der Mann hat in all den Jahren schließlich schon so einiges mitgemacht.

Jetzt scheint auf den ersten Blick Ruhe eingekehrt zu sein. Brock lebt mit seiner ehemaligen Psychologin Brigitte Klein (Katrin Bauerfeind) seit sieben Monaten in einer Beziehung. Aber: Die beiden misstrauen einander. Brigitte ahnt nichts von der Jagd ihres Freundes auf Mesek, die er heimlich von einer Garage aus zusammen mit seinem treuen Gefährten Klaus Tauber (Gerhard Liebmann) vorantreibt. Und Brock wiederum vermutet, dass die Beziehung Brigittes zu der Journalistin Eva (Ulli Maier) doch nicht zu Ende ist, wie Brigitte behauptet.

So wabert die Geschichte dahin. Streng genommen geschieht in den ersten 45 Minuten des Films wenig bis gar nichts. Es ist kaum mehr als düsterer, stiller Blicke auf eine Gruppe vieler ernster, zweifelnder Menschen. Dann aber fallen zwei Schüsse – und der Film beginnt quasi jetzt erst wirklich. Das Drama nimmt seinen Lauf.

"Ach wie gut, dass niemand weiß ..."

Wie zu allen Brock-Fällen schrieb auch diesmal der österreichische Drehbuchautor Martin Ambrosch die Vorlage. "Spuren des Bösen"-Stammregisseur Andreas Prochaska, der unter anderem auch die komplette erste Staffel der Sky-Serie "Das Boot" in Szene setzte, inszenierte den Psycho-Thriller, der am Ende auch zur Erzählung über die großen Themen "Freundschaft" und "Vertrauen" wird.

"An Geheimnissen trägt man schwer", sagt Brock gleich zu Beginn, und irgendwann tanze eben jeder ums Feuer wie das Rumpelstilzchen und verrate sich. Mit dieser Prophezeiung wird Brock recht behalten. Derweil: Das Rumpelstilzchen hat's nicht überlebt. Und auch in diesem Film ist der Preis für die Wahrheit hoch.

Spuren des Bösen – Schuld – Mo. 12.04. – ZDF: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
top stars
Tom Beck in der RTL-Serie "Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei".
Tom Beck
Lesermeinung
Schauspieler Cillian Murphy.
Cillian Murphy
Lesermeinung
Kerniger Kerl mit Herz und Verstand: Fred Ward.
Fred Ward
Lesermeinung
Topmodel Laetitia Casta
Laetitia Casta
Lesermeinung
Claude Brasseur
Claude Brasseur
Lesermeinung
Adèle Haenel: Längst ein Superstar.
Adèle Haenel
Lesermeinung
Stahl den Stars direkt mit seiner ersten Rolle die Show: Edward Norton.
Edward Norton
Lesermeinung
Ewig ein Darsteller mit Sex-Appeal: Alain Delon.
Alain Delon
Lesermeinung
Figur und Face stimmen, doch es fehlt immer noch der große Film: Shiri Appleby
Shiri Appleby
Lesermeinung
Das beste aus dem magazin
Jorge González im Gespräch mit prisma-Chefredakteur Stephan Braun.
Star-News

Jorge González: Betone deine Persönlichkeit

Dieser Mann fasziniert: Jorge Gonzaléz ist Premierengast bei unserem neuen prisma-Podcast "HALLO!".
Collien Ulmen-Fernandes geht dem Begriff "Rabenmutter" auf den Grund.
HALLO!

Collien Ulmen-Fernandes

Collien Ulmen-Fernandes begleitet in "Rabenmütter oder Super Moms?" vier berufstätige Mütter mit unterschiedlichen Lebensentwürfen und beobachtet ihren Alltag.
Dr. Martin Rinio ist ärztlicher Direktor der Gelenk-Klinik Gundelfingen. Ein Behandlungsschwerpunkt
des Facharztes für Orthopädie und Chirurgie sind Hüftgelenk- und Endoprothesen.
Gesundheit

Schonen, sitzen, schlemmen – häufige Rückensünden

Mit Schonhaltung machen wir Rückenschmerzen häufig nur noch schlimmer. Denn dies bewirkt eher das Gegenteil des gewünschten Effekts. Die Muskelgruppen verspannen sich und werden schwächer, die Schmerzen nehmen weiter zu.
Für Familien bietet sich ein Urlaub im Ferienhaus an.
Reise

Ein Ferienhaus an der Mecklenburgischen Seenplatte mieten

Die Mecklenburgische Seenplatte ist das perfekte Reiseziel für alle, die direkt am See Ferienhäuser buchen möchten. Lesen Sie hier, was Sie als Gast vor Ihrem Mecklenburgische-Seenplatte-Urlaub über die Buchung von Ferienhaus, Ferienwohnung und Co. wissen müssen.
Viele Frauen gehen schlecht versorgt in die Schwangerschaft.
Gesundheit

Schwangere brauchen ein Extra an Jod und Folsäure

Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch müssen auf eine ausreichende Versorgung mit Folsäure und Jod achten. Diese wird nur durch eine Nahrungsergänzung garantiert. Denn selbst eine gesunde Ernährung kann die empfohlenen Mengen nicht gewährleisten.
"Irgendwie Irgendwo Irgendwann": Claudia Koreck hat in ihrem neuen Album deutsche Pop-Perlen neu interpretiert.
HALLO!

Claudia Koreck

Manchmal passieren die Dinge einfach: Nachdem Claudia Koreck zehn selbstgeschriebene Alben vor allem in bayerischer Sprache veröffentlicht hat, war es für die Sängerin an der Zeit, einmal etwas Neues auszuprobieren und Songs anderer Künstler zu interpretieren.