Stottern und Lehrerin werden? Jennis Weg ins Klassenzimmer
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Info, Gesellschaft + Soziales
Stottern und Lehrerin werden?
Mit 32 Jahren verändert ein Schlaganfall das Leben von Jennifer Springer schlagartig. Von einem Moment auf den anderen verliert die lebensfrohe und selbstbewusste Lehramts-Studentin die Kontrolle über ihren Körper - und ihre Sprache. Seitdem stottert sie. Für die heute 34-Jährige bedeutet das nicht nur eine alltägliche Herausforderung, sondern auch eine tiefgreifende Erschütterung ihres Selbstbilds. Monatelang muss sie nicht nur mühsam ins Leben zurückfinden, sondern auch das flüssige Sprechen neu lernen. Im Alltag erfährt sie viel Ablehnung und Demütigungen, wenn sie sich nicht schnell genug ausdrücken kann. "Wo ist denn dein Betreuer?", wurde sie schon gefragt. Sie entwickelte Ängste: vor dem Einkaufen beim Bäcker, vor dem Bahnfahren oder davor, mit fremden Leuten zu sprechen. Doch Jenni will den Mut nicht verlieren, sie geht zurück an die Uni, um ihr Masterstudium zur Deutsch- und Erdkundelehrerin abzuschließen. Dafür muss Jenni ein Praxissemester an einem Kölner Gymnasium absolvieren und dort auch unterrichten. In diesem halben Jahr wird sich ihre berufliche Zukunft entscheiden. Denn gerade wenn es laut ist, stottert sie deutlich mehr. Parallel therapiert Jenni ihr Stottern bei einem deutschlandweit einmaligen Projekt: der Bonner Stotter-Therapie. Macht sie genug Fortschritte, bis sie alleine vor einer Klasse stehen muss? Und wie verhält sie sich, wenn Schüler sie nachäffen oder auslachen? (WDR)
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