Tatort
07.01.2018 • 20:15 - 21:45 Uhr
Serie, Krimireihe
Lesermeinung
Misstraut Sandro plötzlich Kopper? Oder hat Kopper Grund seinem alten Freund Sandro zu misstrauen?
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Sagt Sandro ihm wirklich die Wahrheit? Kopper hat Zweifel an seinem Freund bekommen. Aber der ist durchaus bereit, Kopper unter Druck zu setzen Ö
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Von Vanessa Primavera (Petra van der Voort) möchte Lena erfahren, warum ausgerechnet das Restaurant Stradivari die erste Anlaufstelle des jungen Sizilianers war, der später erschossen wurde.
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Kronzeuge Russo (Victor Calero) identifiziert für den italienischen Staatsanwalt Di Noto (Paolo Sassanelli) tote Mitglieder der Mafia.
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Johanna Stern (Lisa Bitter) im Büro der Mafia-Ermittlerin des LKA.
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Lena Odenthal (Ulrike Folkerts), Johanna Stern (Lisa Bitter), Frau Keller (Annalena Schmidt) und Peter Becker (Peter Espeloer) besprechen die Ergebnisse der Schusskanaluntersuchung.
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Sandro möchte, dass Kopper ihm hilft, beim Zeugenschutzprogramm unterzukommen und baut auf die alte Kindheitsfreundschaft.
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Mario Kopper hilft seinem Freund Sandro, eine Aussage über die neue Mafia und deren Verbindungen nach Ludwigshafen aufzunehmen.
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Der italienische Staatsanwalt DiNoto (Paolo Ssassanelli), der mit Karin Manz, der Zeugenschutzbeauftragten des LKA zusammenarbeitet, verhört den Kronzeugen Rusoo (Victor Calero). Dem allerdings übel wird, als das Gespräch wirklich spannend werden könnte Ö
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Sandro Giangreco (Michele Cuciuffo) versteckt sich in Ludwigshafen wartet auf den Kontakt zum Zeugenschutzprogramm.
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Marzia Tedeschi als Maria, Koppers Verlobte.
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Ulrike Folkerts als Lena Odenthal.
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Lena eilt Kopper beim Einsatz auf der Rheinbrücke zu Hilfe.
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Kopper fragt sich, ob es wirklich unausweichlich war, den Mafioso zu erschießen und dann auch noch vom Tatort zu verschwinden.
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EU-Kommissar Joseph Sattler (Peter Sattmann, 2.v.r.) kennt offensichtlich Antonino Primavera (Ciro de Chiara, rechts), bei dem die Polizei Kontakte zur sizilianischen Mafia vermutet.
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Eine unmissverständliche Warnung der Mafia: Ein Unbekannter hat eine Patrone in Lena Odenthals (Ulrike Folkerts) Wagen deponiert.
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Johanna Stern präsentiert die Ergebnisse der Tatort-Untersuchung.
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Die Jugendfreunde Sandro (Michele Cuciuffo) und Mario (Andreas Hoppe) haben eine ganze Menge aufzuholen, als sie sich viele Jahre später in Ludwigshafen wiedertreffen.
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Kann es sein, dass Mario Kopper (Andreas Hoppe) ihr etwas Wichtiges verschweigt? Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) versucht Kopper zum Reden zu bringen.
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Kopper (Andreas Hoppe) hat nach vielen Jahren Sandro (Michele Cuciuffo), seinen Freund aus Kindheitstagen, wiedergetroffen. Der steht unter Druck, weil die Mafia ihn bedroht.
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Hint
Audiodeskription
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
Altersfreigabe
12+
Serie, Krimireihe

Grappa ante Portas

Von Jens Szameit

Ciao, Mario! Mit Andreas "Kopper" Hoppe verabschiedet sich ein Charakter-Cop von der "Tatort"-Bühne. Nicht ganz freiwillig, wie es heißt. Doch sein Abschiedsfall gehört ganz ihm.

Zuletzt ließen sie ihn nicht mal sein berühmtes Risotto kochen. Warum auch? Lena Odenthal war ja aus der gemeinsamen WG ausgezogen. Auf dem Revier schleppte die neue Fallanalytikerin bergeweise Tablet-PCs an sowie die Infektionskrankheiten ihrer Kinder. Schlechte Gesellschaft für einen Lebemann und Genießer. Mario Kopper durch die letzten Ludwigshafener "Tatorte" schlurfen zu sehen, war eine traurige Angelegenheit. Wie ein abgehalfterter Cowboy stand er da, verloren und lustlos wie auf der falschen Party.

"Es gab zwischendurch 'Tatorte', wo ich plötzlich kaum noch etwas zu tun hatte", knurrte der Darsteller Andreas Hoppe zur rheinpfälzischen Lokalpresse, da sei es logisch und gut, dass der Sender die Zusammenarbeit einstelle. Immerhin geht es nicht still und leise zu Ende, sondern mit ausladender, südländischer Geste. "Kopper" ist das große Finale für den seit 1996 amtierenden Charakter-Cop. Der Autor Patrick Brunken hat ihm einen Grappa-getränkten Mafiaplot auf den Heldenleib geschneidert. Das ist viel der Ehre. Vielleicht etwas zu viel.

In diesem Abschiedskrimi, in dem es um die Giftmüllgeschäfte eines Zweigs der sizilianischen Cosa Nostra geht, trifft Kopper einen Jugendfreund wieder. Der Regisseur Roland Suso Richter streut Bilder in Super-8-Optik ein, wenn sich Kopper erinnert, wie die beiden "Der Pate II" im Kino sahen. In der Gegenwart soll der lakonische Ludwigshafen-Sheriff dem alten Kumpel Sandro (Michele Cuciuffo) zu einem Kronzeugendeal verhelfen. Als es daran geht, eine Aussage zu dokumentieren, geht Kopper in den Keller die "Digi-Cam" holen, anstatt einfach das Smartphone zu benutzen. Ein rührendes Sinnbild, wie dieser Kommissar aus der Zeit gefallen ist. Dazu passt die ranzige Film-Ausstattung, die im besten Sinne an die rüden deutschen TV-Krimis der 80-er erinnert.

Seiner Außenseiterrolle entkommt Kopper auch in seiner Schlussvorstellung nicht. Am Anfang erschießt er in Notwehr einen Mafia-Killer, der es auf den Verräter Sandro abgesehen hatte. Eine Tatsache, die er dem Freund zuliebe verschweigt, wie Kopper überhaupt viel schweigt und meist nur sinister mit den Kiefern malmt, während Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) seine laxe Arbeitsmoral moniert. Es ist ein großes inneres Drama, vorgetragen mit eher hausbackenen Mitteln.

Trotzdem muss man sich fragen, wie es in Ludwigshafen weitergehen soll ohne diesen grundsympathischen Knurrer und Mützenträger. Wird das pfälzische Palaver im Kommissariat noch zu ertragen sein, wenn es keinen mehr gibt, der stellvertretend für den Zuschauer mitleidet? Vor dem schnittigen Vorzimmerdrachen (Annalena Schmidt) wird die Cosa Nostra mit Verlaub eher nicht kaptitulieren. Als die anderen zur Zeugenbefragung aufbrechen, entschuldigt sich Frau Keller: "Isch hätt heut gar nit gekonnt, isch hab heut mei Tai-Chi!"

Mario Kopper muss das alles nicht mehr kratzen. Er ist jetzt an einem besseren Ort. Am Ende blickt er gedankenverloren aufs Mittelmeer hinaus. Die schöne Maria, seine sizilianische Verlobte, spielt im Sommerkleid mit Kindern. Ciao, Mario! Es war nicht immer leicht mit Dir. Aber es hat sich gelohnt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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