The homes we carry
24.03.2026 • 23:15 - 00:45 Uhr
Info, Gesellschaft + Soziales
Lesermeinung
Vergrößern
Seit der Geburt von Luana versucht die Afrodeutsche Sarah, den sprunghaften Mosambikaner Eduardo trotz Entfernung und kultureller Unterschiede, dazu zu bringen seine Vaterrolle wahrzunehmen. Gemeinsam mit ihrer einjährigen Tochter reist sie von Berlin nac
Vergrößern
Originaltitel
The Homes We Carry
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2022
Info, Gesellschaft + Soziales

The homes we carry

Das Porträt einer Familie, die sich über gesellschaftlich-kulturelle Grenzen zwischen Deutschland und Mosambik hinwegsetzt. Sarah konnte erst als Jugendliche Kontakt mit ihrem Vater aufbauen. Er war zu DDR-Zeiten mosambikanischer Vertragsarbeiter in Deutschland und musste nach der Wiedervereinigung zurück in sein Heimatland. Sarah möchte ihrer kleinen Tochter Luana die familiären Beziehungen ermöglichen, die ihr als Kind lange verwehrt blieben und reist dafür mit ihr zu ihrem eigenen Vater Eulidio nach Südafrika, sowie zum Kindsvater Eduardo nach Mosambik. Doch die Begegnung mit Eduardo, der plötzlich erwachsen werden muss, als Sarah mit seiner Tochter vor der Tür steht, stellt beide vor große Herausforderungen. Währenddessen reflektiert Eulidio die fast vergessene und ungerechte Geschichte der ehemaligen DDR-Vertragsarbeiter. In seinen Tagträumen kehrt er zurück zum Ursprung seiner europäischen Familie und ihrer plötzlichen Trennung - ein Schicksal, das er mit vielen anderen deutsch-mosambikanischen Familien teilt. 20.000 Mosambikaner:innen wurden in der DDR als Vertragsarbeiter beschäftigt und für ihre harte Arbeit nie rechtmäßig ausgezahlt. Dieses Kapitel deutscher Geschichte ist bislang nicht als Teil des kulturellen Gedächtnisses aufgearbeitet worden. Protagonistin Sarah erzählt im Film von ihren Erfahrungen als schwarzes Kind im Osten Deutschlands nach dem Fall der Mauer und spricht damit für viele afrodeutsche Kinder. Sarah realisiert, dass ihre Identität für sie kein Widerspruch, sondern eine Bereicherung ist. Ihre Geschichte zu erzählen, bedeutet, afrodeutsche Identität & Familie sichtbar und emotional begreifbar zu machen.

Das beste aus dem magazin

Oliver Wnuk und Tobias Vogel mit einer Leinwand.
HALLO!

Maximaler Raum für eigene Gedanken: Ein Gespräch mit Oliver Wnuk

Oliver Wnuk, bekannt aus "Nord Nord Mord" und "Stromberg", veröffentlicht zusammen mit Cartoonist Tobias Vogel das Buch "Besser wird's nicht". Ein Werk voller persönlicher Einblicke und humorvoller Cartoons, das beim Lappan Verlag erscheint.
Andrea König ist Leiterin zweier Apotheken in Brandenburg an der Havel und Vorsitzende des Apothekerverbandes Brandenburg.
Gesundheit

Warum wirkt das Antibiotikum nicht?

Eine Kundin berichtet von ihrer erfolglosen Behandlung einer Blasenentzündung nach dem Urlaub in Sri Lanka. Der Apotheker gibt wichtige Hinweise, wie Resistenzen vermieden werden können und was bei der Medikamenteneinnahme zu beachten ist.
Eine Frau hält ein Hörgerät in der Hand.
Gesundheit

3. März: Welttag des Hörens

Am 3. März ruft die WHO zum Welttag des Hörens auf, um das Bewusstsein für die Bedeutung guten Hörens zu schärfen. Studien zeigen: Hörgeräte verbessern die Lebensqualität.
Ein Mann und eine Frau sitzen mit ernstem Blick im Auto.
HALLO!

Fritz Karl: „Ich hätte nicht gedacht, dass mir das Schreiben so leichtfällt“

Kriminalpsychologe Thomas Meiberger (Fritz Karl) bekommt es im ersten Film in der neuen Reihe „Der Salzburg-Krimi“ mit einer Mordserie zu tun, die mit dem Fund eines Gekreuzigten im Wolfgangsee beginnt. prisma sprach mit Fritz Karl, der auch für das Drehbuch verantwortlich ist.
Eine Grafik: Ein Koffer aus Gras.
Reise

Nachhaltigkeit: Mehr Wunsch als Realität

Die Deutschen wollen gerne nachhaltig reisen – doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Das zeigt ein neuer Bericht zum Nachfragemonitor „Nachhaltigkeit bei Urlaubsreisen“. Nachhaltigkeit fängt schon beim Thema Anreise an. Wie wäre es also mal mit einer Bahnfahrt in den Urlaub? Schöne Ausblicke unterwegs inklusive. prisma stellt eine Auswahl interessanter Strecken und Ziele vor.
Professor Amir A. Mahabadi in weißem Kittel.
Gesundheit

Undichte Herzklappen: Katheter statt OP am offenen Herzen

Dank minimalinvasiver Katheterverfahren sind Herzklappenoperationen heute schonender als je zuvor. Vor allem für ältere Patienten bedeutet das mehr Lebensqualität und weniger Risiken.