Umbau statt Abriss - Zu viele Büros, zu wenig Wohnraum
24.11.2026 • 22:30 - 23:15 Uhr
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Originaltitel
Umbau statt Abriss? Zu viele Büros, zu wenig Wohnraum
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
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Umbau statt Abriss - Zu viele Büros, zu wenig Wohnraum

Lange Zeit wurden in Deutschland mit Büromieten Milliarden verdient. Dann kam "Corona" und damit vermehrt das Homeoffice. Immer weniger Büros wurden gebraucht, der Leerstand nahm dramatisch zu. In den sieben größten Städten des Landes hat er sich sogar verdreifacht. Und eine Besserung am Markt ist nicht in Sicht. Jetzt fordern Architekten und Ökonomen, die leeren Büroflächen anders zu nutzen. Denn in Deutschland fehlen aktuell 1,4 Millionen Wohnungen - eines der drängendsten sozialen Probleme mit dem Potential, das Vertrauen in die Demokratie zu untergraben. Da wäre jedes leerstehende Bürohaus, das zu Wohnraum wird, hilfreich. Noch dazu würde die Umwelt profitieren: Denn moderne Gebäude müssen zwar höhere Ökostandards erfüllen, dem stehen jedoch enorme Klimaschäden gegenüber, die der Abriss der Altbauten sowie der Neubau verursachen. Erste erfolgreiche Beispiele für die Umnutzung leerstehender Büros gibt es schon, wie diese Dokumentation an Beispielen aus Konstanz und Bremen zeigt. Auch die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen Verena Hubertz (SPD) unterstützt die Idee mit einem neuen Förderprogramm und 300 Millionen Euro. Und trotzdem zögern in der Immobilien- und Bauwirtschaft noch immer viele. Weil sie von einer Wiederbelebung des Büromarktes und von Renditen in zweistelliger Prozenthöhe träumen? Weil steuerliche Abschreibungen, die sich für die nicht vermieteten Flächen nach Schätzungen auf dreistellige Millionenbeträge addieren, den Leerstand noch erträglicher machen als den Umbau? Um herauszufinden, warum die üblichen Marktmechanismen zwischen Überangebot an Büros und ungedeckter Nachfrage an Wohnraum nicht funktionieren, machen sich Grimme-Preisträger Hauke Wendler und sein Kamerateam auf eine Reise einmal quer durch die Republik. Warum droht eine Idee, von der Mensch und Umwelt profitieren würden, zu scheitern? Und was können wir ändern, damit nicht etwa internationale Investoren bestimmen, wohin es mit dem deutschen Immobilienmarkt geht?

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