WIR WOLLEN MEHR - Arbeit ohne Barrieren
29.11.2026 • 23:55 - 00:50 Uhr
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Originaltitel
Wir wollen mehr - Arbeit ohne Barrieren
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
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WIR WOLLEN MEHR - Arbeit ohne Barrieren

Sie stehen für eine neue Generation: Alma und Sam träumen als junge Menschen mit Behinderung von echter Arbeit und echter Teilhabe. Doch obwohl sie inklusiv aufgewachsen sind, müssen sie darum kämpfen, dass ihr Weg nicht wie der vieler anderer in eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung führt. Der Film zeigt eine Gesellschaft, die 16 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention am 26. März 2009 Inklusion verspricht, aber Menschen mit Beeinträchtigung noch immer ausgrenzt. Sonderstrukturen, ausufernde Bürokratie und Vorurteile verhindern ihre Teilhabe an der Arbeitswelt. Der Film begleitet Menschen mit Beeinträchtigungen beim Kampf um ihr Recht auf eine Arbeit, die sie frei wählen können und ihnen den Lebensunterhalt sichert. Als Pioniere suchen Alma und Sam nach neuen Wegen: Obwohl es in Berlin für Menschen mit geistiger Behinderung keine Ausbildung für die Arbeit im Kindergarten gibt, will Alma ihren Berufswunsch nicht aufgeben. Im Wetteraukreis in Hessen nimmt Sam an einem alternativen Bildungsangebot zur Werkstatt teil, an dessen Ende ein richtiger Arbeitsvertrag stehen soll. Andere hinterfragen die bestehenden Strukturen und wollen nicht länger auf Veränderung warten: Während Dirk und Petra von außen um eine Reform der Werkstätten ringen, setzen sich in Bielefeld im Stadtteil Bethel die Werkstatträte Sarah und Kazim von innen für eine bessere Bezahlung der Beschäftigten ein. Ein Einblick in ein System, das auch im Film kontrovers diskutiert wird: Martin Berg, ehemaliger Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen, glaubt: "Das Werkstattsystem ist für die Menschen, die sich darauf einlassen, sicherlich auch ein gutes System." Anne Gersdorff, Sozialhelden e.V., sieht darin hingegen "eine bequeme Lösung für uns als Gesellschaft". "WIR WOLLEN MEHR - Arbeit ohne Barrieren" stellt als erzählte Recherche Fragen - und sucht nach Antworten. Die Autorin Mareike Müller nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise, bei der sie Menschen kennenlernt, die in der Gesellschaft nicht sichtbar sind und gegen Barrieren kämpfen, um die viele nicht wissen. Es wird deutlich, welchen Wert Arbeit für unser Leben hat und warum Inklusion kein Thema nur für Menschen mit Behinderung bleiben darf, sondern in einer demokratischen Gesellschaft eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein muss.

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