arm, abhängig, abgehängt: Frauen und Geld
20.01.2026 • 22:15 - 22:40 Uhr
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Originaltitel
arm, abhängig, abgehängt: Frauen und Geld
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
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"Eine Nacht ohne Geldsorgen": Drei Frauen kämpfen um finanzielle Unabhängigkeit

Von Paula Oferath

Drei Frauen kämpfen in der "37°"-Reportage gegen finanzielle Abhängigkeit: Melanie sorgt allein für ihren autistischen Sohn, Gisela kommt mit ihrer Rente und den kranken Katzen kaum aus, und Carolin studiert mit Baby, sie ist auf das Einkommen ihres Mannes angewiesen.

"Wenn ich mir was wünschen könnte, dann wäre es, einfach mal eine Nacht ohne Geldsorgen durchzuschlafen", erklärt die alleinerziehende Mutter Melanie. Seit Jahren kämpft sie gegen finanzielle Nöte. Die Reportage "37°: arm, abhängig, abgehängt: Frauen und Geld" begleitet sie und zwei weitere Frauen, die Tag für Tag versuchen, ihr Konto wieder ins Plus zu bringen.

Melanie muss trotz guter Ausbildung seit langer Zeit Bürgergeld beziehen. Ihr Sohn, der Autismus hat, braucht ihre ganze Aufmerksamkeit. So steckt sie in einer Lebenssituation, die sie sich niemals für sich selbst gewünscht hat und fühlt sich mit ihren Ängsten oft allein gelassen. "Ich bin selbst bei einer alleinerziehenden Mutter groß geworden und habe mir geschworen, ich werde auf eigenen Beinen bleiben, ich werde immer arbeiten", sagt sie. Finanzielle Abhängigkeit wollte sie unbedingt vermeiden. Heute ist sie jedoch genau darin gefangen. "Dafür habe ich kein Abi gemacht, dafür habe ich keine Ausbildung gemacht und Berufserfahrung gesammelt, um jetzt so zu versauern", klagt sie verzweifelt.

"Hätte ich mir einen Mann genommen, dann hätte ich jetzt mehr Geld"

Auch Gisela kennt diese Sorgen nur zu gut. Die Münchner Rentnerin ist ebenfalls auf staatliche Unterstützung angewiesen, denn ihre Rente reicht nicht aus. Besonders ihre geliebten Katzen Schnuffel und Filou, die auf kostspielige tierärztliche Behandlungen angewiesen sind, belasten ihr Portemonnaie. "Es sieht wirklich so aus, als müsste ich einen abgeben", sagt sie traurig. "Das ist hart, weil ich bin viel alleine hier, und das sind meine kleinen flauschigen Familienmitglieder."

35 Jahre hat sie Vollzeit gearbeitet – erst als Erzieherin, später als Bankkauffrau. Doch selbst das sichert ihr heute keinen finanziell sorgenfreien Lebensabend. "Manchmal sag ich mir jetzt: Ach, hätte ich mir einen Mann genommen, dann hätte ich jetzt mehr Geld", gesteht sie. Gleichzeitig weiß sie, dass ein Mann "auch eine Abhängigkeit" bedeutet hätte. Ohne staatliche Hilfe und die Tafel wäre ihr Alltag kaum zu bewältigen. Um die Tierarztrechnungen zu bezahlen, isst sie inzwischen drei Tage lang denselben Eintopf.

"Ich bin quasi abhängig von meinem Mann"

Auch Carolin möchte ihren Lebensunterhalt eigentlich selbst bestreiten. Doch mit Baby, Studium und Haushalt ist sie derzeit auf das Einkommen ihres Mannes angewiesen. Während die junge Mutter für ihr Medizinstudium lernt, bleibt die finanzielle Verantwortung allein bei ihm. "Es ist für mich vom Kopf her schwierig zu sehen, dass er das ganze Geld verdient und ich gerade gar nichts. Ich bin quasi abhängig von meinem Mann", sagt sie offen. "Und wenn wir dann zum Beispiel einkaufen gehen, habe ich ein schlechtes Gewissen, obwohl ich das nicht zu haben bräuchte, weil wir sind ja verheiratet, eine Familie." Doch wie möchte sie künftig den Spagat zwischen Selbstverwirklichung und finanzieller Eigenständigkeit meistern?

Die Reportage "37°: arm, abhängig, abgehängt: Frauen und Geld" ist neben der TV-Ausstrahlung auch ab Dienstag, 20. Dezember, in der ZDF-Mediathek abrufbar.

37°: arm, abhängig, abgehängt: Frauen und Geld – Di. 20.01. – ZDF: 22.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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