Katharina Fritzen hat eine seltene Stoffwechselkrankheit. Sie ist nur ein 1,15 Meter groß. Aufgrund ihrer Einschränkungen kann sie sich nur mit Laufrad oder Rollator fortbewegen. Katharina Fritzens Erkrankung ist fortschreitend und wird sie in ihrem Alltag immer stärker einschränken. "Davor kann ich Angst haben oder mir mein Leben so gut wie möglich machen." Dazu gehören für die junge Frau ihre Freundschaften, ihr Studium und ihr Sport. Katharina ist erst vier Jahre alt, als sie und ihre Familie die Diagnose Mukopolysaccharidose Typ IV bekommen. Katharinas Körper fehlt ein Enzym, das er für einen gesunden Stoffwechsel braucht. Die Folgen sind Skelettveränderungen, Gelenkinstabilität, Schwerhörigkeit, Atemstörungen - und sie wird immer sehr klein bleiben. Schon früh fängt Katharina an, für alle Probleme und jede Widrigkeit eine Lösung zu suchen. Sie kann nicht lange laufen und stehen, deshalb fährt sie mit ihrem Laufrad durch die Schule. Dennoch fühlt sie sich ausgegrenzt. Ihre Mitschüler flitzen über den Schulhof, während sie allein zurückbleibt. Doch dann lernt sie Vanessa kennen, auch sie findet nur wenig Anschluss zu den anderen Schülern. Die beiden freunden sich an und Katharina fühlt sich nicht mehr allein. Bis heute sind die beiden beste Freundinnen. Ein weiterer Befreiungsschlag ist ihr Auto: Lange war Katharina darauf angewiesen, dass ihre Mutter sie zu Ärzten und anderen Terminen fährt. Dann wendet sich Katharina an eine Fahrschule, die auf Fahrschüler mit Handicap spezialisiert ist und lässt sich einen Wagen nach ihren Anforderungen umbauen. Das Auto braucht Katharina auch für den Weg zu ihrer Hochschule. Sie studiert Ingenieurwissenschaften und hat ganz klare Ziele: Sie will sich eine Stelle in der Industrie suchen und ein gutes Gehalt bekommen. In ihrer Freizeit spielt Katharina Rollstuhl-Rugby, die Mannschaft ist inklusiv. Ihre Mitspieler sind oft größer und mobiler als sie. Doch was ihr als körperlicher Kraft fehlt, ersetzt Katharina mit Strategie - sie ist aus dem Team nicht mehr wegzudenken.
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