Anfang der 60er Jahre wünscht sich die 11-jährige Anna nichts sehnlicher als einen Vater. Denn sie muss ständig auf ihren kleinen Bruder aufpassen und auch ihre Mutter Sophie versorgen, die ständig Trost im Alkohol sucht. Dann erfährt sie, dass Holzhändler Franz, auf dessen Gelände die Kinder immer spielen, der Bruder ihres angeblich verstorbenen Vaters Fritz ist. Als Franz um Sophie wirbt, hofft Anna, bald einen neuen Vater zu haben...

Dank guter Darsteller und einer sensiblen Erzählweise wirft dieses Drama ein anderes Licht auf die Zeit des deutschen Wirtschaftswunders. "Anna Wunder" ist das Kinodebüt der aus Düren stammenden Regisseurin Ulla Wagner, die ihr Drama nach einem eigenen Drehbuch realisiert hat und zuvor besonders mit Kurzfilmen auf sich aufmerksam machte. Ein Neuling im Fimgeschäft ist auch die Anna-Darstellerin Alice Deekeling, die bisher nur in einer Mini-Rolle in der "Heidi"-Verfilmung (2001) von Marcus Imboden zu sehen war.