Die Reporterin Julia Reuter ist einer Bande von Waffenschiebern auf der Spur. Doch dummerweise verpasst sie die Abfahrt der "Estonia", an deren Bord ein verdächtigter LKW sein soll Als sie kurze Zeit später von der schrecklichen Katastrophe hört, wird sie bereits in Stockholm Augenzeugin erster Vertuschungsversuche. Zusammen mit dem Anwalt Erik Westermark kommen sie auf die Spur einer ungeheuerlichen Verschwörung. An Bord der "Estonia" waren nicht nur der LKW mit den Biowaffen, sondern auch ein korrupter russischer Wissenschaftler. Die Journalistin und der Anwalt geraten nun selbst zwischen die Fronten der Geheimdienste KGB und CIA...

In der Nacht vom 27. auf den 28. September versank die schwedisch-estnische Fähre "Estonia" in den dunklen Fluten der Ostsee. 852 Menschen starben, nur 137 überlebten. Eilens wurde eine Untersuchungskommission einberufen, die den Hintergrund der größten zivilen Schifffahrtskatastrophe in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg untersuchte. Doch bei der Präsentation des Abschlussberichtes im Dezember 1997 blieben mehr Fragen offen, als beantwortet wurden. Seitdem ranken sich immer wieder neue Gerüchte um den Hintergrund des Unglücks. Auf der Grundlage der Nachforschungen der Journalistin Jutta Raabe, die zahlreiche Reportagen über den Untergang der Estonia drehte, inszenierte Reuben Leder diesen Actionthriller, der reale Fakten mit nicht zu belegenden Vermutungen mixt. Die Darsteller sind leidlich gut aufgelegt, die Bilder kommen eher wie in einem TV-Movie und die Dialoge recht hölzern daher. Schließlich bleibt der fade Beigeschmack, dass durch eine neue medienwirksame Verschwörungs-These die Zuschauer in Kino gelockt werden sollen.

Foto: Buena Vista