Im futuristisch-gigantischen L.A. des 21. Jahrhunderts erhält ein Special-Detective, auch "Blade Runner" genannt, den Auftrag, vier androidische Replikanten ausfindig zu machen und zu liquidieren. Im Laufe seiner Jagd lernt er die "menschlichen" Qualitäten der künstlichen Geschöpfe zu schätzen und muss sich entscheiden, ob er seinen Auftrag trotzdem erfüllen will ...

Nach dem SF-Roman "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?" von Philip K. Dick entstand der Sciencefiction-Film der Achtzigerjahre. Regisseur Ridley Scott ("Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt", "Der Mann, der niemals lebte") inszenierte vor der überwältigenden Kulisse einer ebenso gigantischen wie trostlosen Metropole einen ungemein packenden, wegweisenden Thriller, der nichts von seiner Kraft verloren hat. Indiana-Jones-Darsteller Harrison Ford glänzt in der Paraderolle des zwiespältigen Detectivs, Kontrahent Rutger Hauer liefert eine perfekte Vorstellung des künstlichen Übermenschen. Dazu wird eine Fülle sehenswerter Spezialeffekte (Oscar-Nominierung für Douglas Trumbull, "Lautlos im Weltall", "Projekt Brainstorm") geboten. Der kürzere "Director's Cut" bietet noch ein weitere Variante: der Schluss wurde ebenso wie der erzählerische Off-Kommentar weggelassen und eine kurze Traumsequenz verstärkt die Wahrscheinlichkeit, dass der "Blade Runner" ebenfalls ein Android ist. So entstand tatsächlich ein anderer Film.

Foto: Warner