Das nicht gerade glückliche Ehepaar Andrzej und Krystyna fährt wie so oft am Wochenende zum Segeln. Unterwegs lesen sie einen trampenden Studenten auf und laden ihn ein. Die Segelpartie entwickelt sich zu einer verbissenen Auseinandersetzung zwischen dem um seine Überlegenheit kämpfenden Älteren und dem sich lässig und aufsässig gebenden jungen Mann. Der junge Außenseiter scheint in diesem psychologischen Kleinkrieg zwar moralisch über den arrivierten Besitzbürger zu triumphieren, erweist sich aber schließlich nur als das jugendliche Zerr- und Spiegelbild seines Gegners.

Roman Polanskis erster abendfüllender Spielfilm, zu dem er gemeinsam mit Jerzy Skolimowski und Jakub Goldberg in nur zwei Wochen das Drehbuch geschrieben hatte, ist eine erste Stilprobe Polanskis, die unablässig zwischen psychologischem Ernst und leiser Ironie schwankt, und die bereits enormes Talent verrät. Hinter subtiler erotischer Spannung und latenter Gewaltbereitschaft offenbart sich in dem labilen Beziehungsdreieck als eigentliches Thema des Films noch etwas ganz anderes: Polanski übt Kritik an der Verbürgerlichung der (schein-)sozialistischen Gesellschaft Polens und dem Verlust an menschlicher Substanz. Der Film wurde 1964 als bester nicht englischsprachiger Film für einen Oscar nominiert.

Foto: Film Polski