Im Sommer 1172 verliebt sich im fernen Asien der stattliche Temudgin, Sohn des Khans, in das Mongolenmädchen Borte. Als Borte von einem verfeindeten Stamm entführt wird, eröffnet Temudgin einen brutalen Feldzug, der viele Opfer fordert. Dabei erkennt der stolze Khan-Sohn bald seine eigentliche Bestimmung: Er wird als erste Khan aller Mongolen sein Volk endlich vereinen...

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Geschichte des großen Dschings Khan ein Film ist, der von fünf auf zwei Stunden zusammengeschnitten wurde. Allzu holprig und sprunghaft wirken viele Szene, einige Handlungsstränge bleiben ohne Sinn im Raum hängen, andere setzen so plötzlich ein, dass man sich wundert, was wohl vorher geschehen sein mag. Zweifellos ist das epische Werk des russischen Regisseurs Sergej Bodrow ("Der Kuss des Bären", "Gefangen im Kaukasus") durchaus ambitioniert, denn davon zeugen brillante Bilder (gedreht an Originalschauplätzen) und hohe Schauwerte, doch der interessierte Zuschauer wird wohl auf einen Director’s Cut warten müssen, um die eigentlich Handlung halbwegs orten zu können.

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