1997 flüchtet Hochstapler Gert Uwe Postel von Sachsen, wo er in der Psychiatrie arbeitete, nach Baden-Württemberg. Das LKA Sachsen auf den Fersen beginnt ein Hase-und-Igel-Spiel, das Postel über ein Jahr lang immer wieder gewinnt und dabei seine Verfolger in die Irre führt. In einzelnen Rückblenden werden Lebensstationen aus Postels Biografie erzählt: Der erste Erfolg als Amtsarzt in Flensburg, der Auftritt vor dem Barschel-Untersuchungsausschuss in Kiel, seine Zeit als Theologiestudent in Münster und schließlich die Arzttätigkeit in Zschadraß. Und immer wieder sind da Frauen, die seinem Charme erliegen und sich in die erfundenen Lebensläufe verstricken lassen. Vom ersten Händedruck mit Willy Brandt, den Kontakten zu Wolf Biermann und Reiner Pfeiffer: Gert Postel begleitet und spiegelt die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Die Rahmengeschichte des bemerkenswerten Doku-Dramas endet mit dem Prozess und dem Urteil in Leipzig. Gert Postel wird zu vier Jahren Haft verurteilt und ist seit Januar 2001 wegen guter Führung wieder auf freiem Fuß. Der Film besteht aus Archivmaterial, Interviews und Aufnahmen der Originalorte, an denen Postel gewirkt hat. Es sprechen u.a. seine Verfolger vom LKA, Vertreter des sächsischen Gesundheitsministeriums, Kollegen - und Gert Postel selbst.