1947. Der Milliardär Joe Hill stirbt in London und hinterlässt zum großen Erstaunen seiner Berater als einzigen Erben einen unehelichen Sohn, dessen Existenz er all die Jahre nicht aufgedeckt hat: René, die Folge seines früheren Verhältnisses mit einer Prostituierten. Der englische Major Philipe Owen, ein pensionierter Offizier und Kartenspieler mit tadellosem Ruf, macht sich auf die Suche nach René, um ihn über sein Erbe zu informieren und als dessen Beschützer auch daraus Nutzen zu ziehen. Er verfolgt seine Spur über Panama bis nach Tahiti. Während seiner Reise begegnet er dem mysteriösen Nachtklubbesitzer Alfred Mougins, der anscheinend auch auf der Suche nach René ist. Owen entdeckt auf dem Schiff einen blinden Passagier, dem er bei der Überfahrt hilft. Doch dieser entpuppte sich als Frau: Es ist, Lotte, Renés ehemalige Geliebte. Dem Major wird klar, dass eine Verschwörung im Gange ist...

Augustin Villaronga verfilmte mit "Der blinde Passagier" den den Roman "Die Erbschleicher" von Georges Simenon. In dem Thriller haben es die Verschwörer mit einem mächtigen Gegner zu tun: dem Klima der Südsee. Simenons Helden lassen sich durch die traumhafte Vorstellung eines Lebens auf entlegenen Inseln täuschen und verführen. Erst mit ihrer Ankunft im schwülen Tropenklima verlieren sie nach und nach ihre Illusionen. Auf ihrer Schatzsuche, deren Ziel ein plötzlich reichgewordener Mann ist, haben die "Jäger" nicht den erhofften Erfolg. Statt dessen findet jeder hier einen neuen Sinn in seinem Leben; jeder von ihnen muss "sein Schicksal akzeptieren", erklärt Villaronga.