Silke Hartmann, eine 17-jährige Schülerin, lernt über das Internet einen netten Jungen namens Jan kennen, der verspricht, alle ihre Träume von einer romantischen Beziehung zu erfüllen. In Wirklichkeit ist "Jan" jedoch ein abartiger Serienmörder, der das Internet benutzt, um sich an seine Opfer heranzumachen. Silke ist die nächste, die er in seine Falle locken will...

Selten sah man Klischees so schlecht zusammengeschustert wie hier: Ein Serienmörder, ein gutaussehendes Mädel - das eigentlich keine Schwierigkeiten haben dürfte, einen passenden Freund zu finden -, die verständnislosen Eltern - die sich scheiden lassen wollen -, der Solo-Kommissar - der sich in seine computer-erfahrene Kollegin verguckt -, der Vater eines Opfers - der selbst sein Kind mißbraucht hat, der Computer-Porno-Freak - der ein neurotisch-scheues Dasein im Rollstuhl führt usw. Eine hohle Story mit Rotkäppchen-Moral - wenn man sich abseits des Weges bewegt, um schöne Blumen zu pflücken, kommt schon irgendwann der böse Wolf -, keine Spannung und von Thomas Kretschmann einmal abgesehen schlecht agierende Darsteller. Außerdem bleibt der in Frage kommende Täterkreis äußerst eng: Der Killer wird nie gezeigt, also kann es nur einer der anderen sein; sprich der Bullen-Kollege, der Chef oder der eigene Vater gar.