Vicky Page tritt als junge Tänzerin der berühmten Lermontov Company bei, der die größten Tanztalente der Welt angehören. Boris Lermontov, Patriarch der Truppe, sieht in ihr eine zukünftige Primaballerina und verlangt ihr eiserne Disziplin ab. Vicky bekommt ihre Chance: Im Ballett "Die roten Schuhe" tanzt sie zur Musik von Julian Craster, einem jungen, von Lermontov geförderten Komponisten, und wird ein Star. Unentrinnbar sieht sie sich fortan zwischen zwei Leidenschaften hin- und hergerissen: Der Liebe zu dem Musiker Julian und der künstlerischen Hingabe an das Ballett und ihren autokratischen Lehrmeister und Impresario Lermontov...

Der Ballettfilm des Autoren-, Produktions- und Regieteams Michael Powell und Emeric Pressburger nach dem gleichnamigen Märchen von Hans-Christian Andersen erweist sich als Meisterwerk. Die Choreografie des Balletts stammt von Sir Robert Helpmann, dem späteren Startänzer und Choreografen der Royal Ballet Company, der in "Die roten Schuhe" die Rolle des Liebhabers tanzt. Ballett-Enthusiasten, die bis dahin immer beklagt hatten, dass die Choreografie im Raum auf der zweidimensionalen Leinwand nicht wiedergegeben werden könne, feierten den Film wie keinen anderen. Aber auch vom Ballett gänzlich unbeeindruckte Zuschauer kommen auf ihre Kosten. Die suggestive, teilweise märchenhafte Handlung, die extravagante Inszenierung und ein wahrer Farbenrausch in Technicolor machten aus "Die roten Schuhe" einen Kultfilm.

Foto: ZDF/Jack Cardiff, ITV pIc (Granada International)