Alja, Zana und Simona, drei junge Studentinnen aus Ljubljana, fahren gemeinsam in die Sommerferien. Ehe sie zu ihrer Bootstour auf dem slowenisch-kroatischen Grenzfluss Kolpa aufbrechen, erfahren sie, dass ein junges Mädchen aus der Grenzregion vermisst wird. Auf ihrer Bootsfahrt werden die Mädchen vom selbst ernannten "Hüter der Grenze" heimlich beobachtet. Er ist ein konservativer Lokalpolitiker und betrachtet sich als Wächter der traditionellen slowenischen Werte. Während der Fahrt bleibt plötzlich das Kanu von Alja und Zana an einem Felsen hängen. Simona treibt allein in ihrem Kanu weiter. Plötzlich steht ihr der "Hüter der Grenze" gegenüber, der sie geheimnisvoll anlächelt. Simona ist wie hypnotisiert, angezogen und ängstlich zugleich. Ihre Freundinnen glauben ihr diese Begegnung zunächst nicht. Aber bald taucht der "Hüter" immer häufiger auf. Nach und nach zeigen sich immer mehr Risse im Beziehungsgeflecht der drei Mädchen. Auf einem traditionellen Fest in einem slowenischen Dorf, wo der "Hüter" eine reaktionäre politische Rede hält, werden die drei Freundinnen von zwei jungen Männern belästigt. Als sie flüchten, folgen ihnen der "Hüter" und die beiden Männer...

Wo beginnen und wo enden die Grenzen von Freundschaft, Sexualität, Gewalt und Moral? "Hüter der Grenze" erzählt spannend von einer abenteuerlichen Reise, vom Überschreiten realer und imaginierter Grenzen. Der Film hatte seine Premiere auf der 52. Berlinale 2002 in der Sektion Panorama und gewann den LVT-Manfred-Salzgeber-Preis. Darüber hinaus erhielt der weltweit auf vielen Festivals gezeigte Film unter anderem den slowenischen Filmpreis für die beste Regie und den Levi's First Feature Award beim 26. San Francisco International Lesbian & Gay Film Festival. Die slowenische Regisseurin Maja Weiss hat mit ihren Dokumentar- und Kurzfilmen national wie international auf sich aufmerksam gemacht. "Hüter der Grenze" ist ihr erster Spielfilm und der erste Spielfilm aus Slowenien, bei dem eine Frau Regie führte.