David, in seiner Jugend ein TV-Serienheld, jobbt nun desillusioniert als Kellner. Um seine innere Leere zu überdecken, hält er seine Umgebung mit kühlem Sarkasmus auf Distanz. Seinen Hunger nach Gefühlen stillt er in flüchtigen Männeraffären, doch Vertrauen hat er nur zu seinerEx-Freundin, der Literaturkritikerin Candy, mit der er noch zusammenwohnt. Candy träumt von der romantischen Liebe und fühlt sich durch die lesbische Jerri verunsichert. Als Candy den charmanten Robert kennenlernt, glaubt sie, bei ihm jene Geborgenheit zu finden, nach der sie immer gesucht hatte. Um so schmerzlicher trifft es sie, als sie erfährt, dass Robert bei ihr nur Abwechslung von seiner gescheiterten Ehe gesucht hat. Derweil spürt David, wie er sich bereits von seinem alten Freund Bernie entfernt hat. Bernie, der kleine Beamte und Frauenheld, hat seine Lebensgier in immer heftigeren Affären auszuleben versucht. Als Bernie eines Tages Davids esoterisch angehauchte Freundin, das kapriziöse Domina-Callgirl Benita, trifft, greift er sie plötzlich an. David hat einen schrecklichen Verdacht: Steckt Bernie etwa hinter der Serie von Frauenmorden, die Montréal in Angst und Schrecken versetzen?

Denys Arcand ("Untergang des amerikanischen Imperiums", "Jesus von Montreal") inszenierte ein atmosphärisch dichtes und psychologisch packendes Puzzle über den Untergang der Single-Kultur. Auf brillante Weise balanciert er die düsteren, lakonischen und tragikomischen Facetten der Geschichte aus. Exzellente Dialoge und fesselnde Spannung geben der Story den letzten Schliff.