San Francisco, Ende des 19. Jahrhunderts: Elam Harnish betreibt mit ererbtem Geld und einem älteren Studienfreund eine durchschnittliche Anwaltskanzlei. Eines Tages wird er aufs Land gerufen, wo der alte Tarwater entmündigt werden soll, der die Farm verkaufen und mit dem Erlös nach Alaska ziehen will, um nach Gold zu graben. Tief beeindruckt verlässt auch Elam Harnish San Francisco. Der Übergang über den vereisten Chilkoot-Pass wird die mörderische Bewährungsprobe für Zehntausende. Auf dem Weg entdeckt Elam den alten Tarwater und wird von diesem immer wieder zum Durchhalten ermutigt. Doch in Dawson City, der aus dem Boden gestampften Goldgräberstadt, darf Tarwater nicht bleiben, weil er keine Lebensmittelvorräte hat. Monate später findet Elam Harnish den erfrorenen Tarwater und bei ihm Gold. Die Beschaffenheit des Goldes weist auf die legendäre "weiße Rinne" hin...

Regisseur Wolfgang Staudte verfilmte hier den berühmten Roman von Jack London, der erstmals 1910 unter dem Titel "Burning Daylight" erschien, als Vierteiler, der dem ZDF Mitte der Siebzigerjahre traumhafte Einschaltquoten bescherte. Bereits vier Jahre zuvor war Staudte mit Drehbuchautor Walter Ulbrich der große Wurf gelungen: das Duo verfilmte Jack Londons "Der Seewolf" ebenfalls als Vierteiler, der seinerzeit alle Zuschauerrekorde brach. Schon seit den Sechzigerjahren hatten vierteilige Fernsehfilme, die meist zur Adventszeit ausgestrahlt wurden, Tradition: So entstand 1964 "Robinson Crusoe", 1965 "Don Quijote von der Mancha", 1966 "Die Schatzinsel", 1968 "Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer", 1969 "Lederstrumpf", und nach "Seewolf" und "Lockruf des Goldes" 1978 "Die Abenteuer des David Balfour". Den letzten international besetzten Mehrteiler drehte Christian-Jaque schließlich 1983 mit "Der Mann von Suez".