Eine Wahrsagerin ist bei einem Wohnungsbrand umgekommen. Kurz darauf findet man die verkohlte Leiche des Kinderpsychologen Frank Leander. Es stellt sich heraus, dass beide Opfer gar nicht in den Flammen starben, sondern zuvor mit einer Plastiktüte erstickt wurden. Die Polizei aus Jönköping meldet einen ähnlichen Fall: Bei der Toten handelt es sich um die pensionierte Sozialarbeiterin Klara Syrén, die früher mit Leander zusammengearbeitet hatte. Der Kinderpsychologe war auch als Gerichtsgutachter tätig und galt als Hardliner, der häufig Familien auseinanderriss. Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen waren seiner Meinung nach bei Pflegeeltern besser aufgehoben. Maria Wern fragt sich, welche Verbindung es zur Ermordung der Wahrsagerin geben könnte. Bei der Suche nach einer Antwort ist ihr Kollege Arvidsson leider keine große Hilfe. Er hat sich in die mysteriöse Krankenhausärztin Felicia verliebt. Merkwürdigerweise steht die aber in keinem Adressregister. Und warum taucht sie bei Frank Leanders Beerdigung auf? ...

Nach dem Roman der Bestseller-Autorin Anna Jansson gewährt dieser Fall einen Einblick in die nicht immer unumstrittenen Entscheidungen von Gerichtspsychologen und Sozialarbeitern. Marias Kollegen zeigen sich derweil von neuen Seiten, was der Krimireihe neue Impulse auf der persönlichen Ebene verleiht: Ihr Chef hat seinen ersten echten Wutanfall und zwischen Ek und der Gerichtsmedizinerin Erika bahnt sich eine Affäre an. Der Film entstand unter der Regie von Charlotte Berlin und Leif Lindblom, die auch bei "Maria Wern, Kripo Gotland - Kinderspiel" zusammenarbeiteten. Zwischen 2007 und 2010 inszenierte Charlotte Berlin zehn Folgen der schwedischen Seifenoper "Andra Avenyn". Lindblom saß 2007 bei der Comedyserie "Playa del Sol" auf dem Regiestuhl. Diese Erfahrungen außerhalb der Krimi-Schiene halfen den beiden sicher bei der Inszenierung der zwischenmenschlichen Zuspitzungen auf dem Revier der Kripo Gotland.

Foto: ARD/Degeto/Eyeworks Film Gemini/Calle Persson