Seit er in den Zwanzigerjahren erstmals die Bretter, die die Welt bedeuten bestieg, hat der Schauspieler Hendrik Höfgen nur ein Ziel vor Augen: den großen Erfolg. Dem Traum von der großen Karriere unterwirft er alles in seinem Leben, auf dem Weg zum Ruhm er lässt sich von nichts und niemand aufhalten. Schließlich steigt der opportunistische Schauspieler im Dritten Reich zum Intendanten des Berliner Staatstheaters auf. Zu spät erkennt er, dass er sich im Netz der Nazis verfangen hat ...

Der Film über den Aufstieg eines Theaterschauspielers vom Provinzmimen zum Intendanten der Berliner Staatsschauspiele in der Zeit des Nationalsozialismus war der Auftakt der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Regisseur István Szabó und Klaus Maria Brandauer (1984 folgte "Oberst Redl", 1989 "Hanussen"). Szabó lehnte die Person des Schauspielers Höffgen unter Verwendung des 25 Jahre verbotenen Romans von Klaus Mann eng an die Person von Gustaf Gründgens an. Heraus kam eine Geschichte, die über die Beziehungen und Widersprüche zwischen Kunst und Politik, Moral und Macht reflektiert. "Mephisto" wurde 1981 mit dem Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film ausgezeichnet.

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