Will Turner und Elizabeth Swann, die Helden der ersten beiden Abenteuer, wollen unbedingt Captain Jack Sparrow retten, der sich schon im Jenseits befindet. So wird der tot geglaubte Captain Barbossa reaktiviert. Gemeinsam will man Sparrow aus dem Reich der Toten zurückholen, damit man dem fiesen Davy Jones den Garaus machen kann. Denn der treibt im Auftrag der East India Trading Company sein gespenstisches Unwesen auf den Weltmeeren ...

Wer mit dieser Fortsetzung (nach "Fluch der Karibik", "Fluch der Karibik 2") eine halbwegs logische Geschichte erwartet, der wird enttäuscht. Hauptsache, das Ganze ist schön bunt, es kracht und zischt und die Spezialeffekte sind schön ekelig. Hier bekommt das voyeuristische Publikum genau das, was es verdient: ein fast dreistündiges Spektakel ohne Sinn und Verstand. Wenn jemand zu Tode kommt – was soll's, irgendwie kann man den noch retten; wenn plötzlich der Erzfeind hilfreich zur Seite steht – kann passieren; wenn man durch Eisberge in die Karibik gelangt – so sieht's aus in der Welt, wenn alles keinerlei Sinn ergibt – egal, Hauptsache die Kasse stimmt! Ein Kollege stellte einen Vergleich mit Pornofilmen an: Die will man (wenn überhaupt) auch nur aus einem Grund sehen – und der wird in der Regel gezeigt. Hier geht's ums Spektakel – ansonsten funktioniert es genauso. Einige Szenen für sich genommen sind durchaus brillant und einige Gags sind auch recht witzig, nur im Zusammenspiel macht das alles keinen Sinn. Auch wenn dies angeblich der letzte Teil war – das Ende lässt bei entsprechendem Geldsegen schon eine Fortsetzung vermuten, die 2011 schließlich mit "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten" in die Kinos kam.

Foto: Buena Vista