Ein Dorffest in Brandenburg. Es wird getrunken und getanzt. Claudia amüsiert sich - zu viel, wie ihr Freund findet. Das Paar streitet sich, Claudia geht allein nach Hause. Zum Glück hält ein Wagen. Zwei Männer nehmen das junge Mädchen mit. Die Fahrt endet in einem Wald, wo Claudia von dem Bauunternehmer Frank Göber vergewaltigt wird. Bevor auch sein Kumpel Alex Kohler sich an Claudia vergehen kann, gelingt ihr die Flucht. Hauptkommissarin Johanna Herz kann die beiden Täter noch in derselben Nacht verhaften. Doch zu ihrer Überraschung lässt der Haftrichter die beiden Männer schon am nächsten Tag wieder frei. Es wird kein Verfahren geben, aus Mangel an Beweisen. Der Fall nimmt eine jähe Wendung, als Kohler tot aufgefunden wird, kastriert und verblutet. Fieberhaft ermitteln Johanna Herz, Katrin Schubert und Horst Krause, denn auch Frank Göbers Leben ist nun in Gefahr ...

Regisseur Christian von Castelberg, der vor allem mit seinem Krimis um "Bella Block" ("Bella Block - Abschied im Licht", "Bella Block - Das Glück der Anderen", "Bella Block - Weiße Nächte") und die "Donna-Leon"-Verfilmungen ("Donna Leon - Vendetta", "Donna Leon - Venezianische Scharade") bekannt wurde, drehte diese aufwühlende und hervorragend gespielte "Polizeiruf 110"-Episode, in der er sich mit dem Thema Vergewaltigung und deren mangelnde Aufarbeitung durch die Justiz auseinandersetzt, nach dem Buch des renommierten Autors Stefan Kolditz. Zu seinen erfolgreichsten Arbeiten zählen das Familiendrama "Schleudertrauma", der Thriller "Ein einsames Haus am See", das Nachkriegsdrama "Dresden" sowie das Politdrama "An die Grenze".

Foto: NDR/RBB/Conny Klein