Cross ist im Dienst der CIA in die Jahre gekommen. Mit Jean Laurier aus Paris kehrt er in die USA zurück. In Frankreich hat der junge Killer, der beim amerikanischen Geheimdienst den Decknamen "Scorpio" führt, auftragsgemäß einen Mann erschossen. Ein weiterer Auftrag blieb unerfüllt: Laurier sollte auch Cross liquidieren, der ihn protegiert. Das Vertrauen, das Cross ihm entgegenbringt, hindert Scorpio jedoch, auch diesen kaltblütig umzubringen ...

"Scorpio" steht in der bewährten Tradition von Martin Ritts "Der Spion, der aus der Kälte kam": Kein Gut oder Böse mehr, sondern lauter amoralische Charaktere, die sich gegenseitig ans Leder wollen. Der Thriller, den Michael Winner ("Rendezvous mit einer Leiche") inszenierte, ist besonders um Glaubwürdigkeit bemüht und zeigt den Spionagedienst als skrupelloses Politgeschäft. Zehn Jahre nach ihrem gemeinsamen Auftritt in Luchino Viscontis Gesellschaftsporträt "Der Leopard" überzeugen hier Burt Lancaster und Alain Delon als Cross/Scorpio.

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