Bad Ischl, 1853: In einer politisch brisanten Zeit kreuzen sich die Wege der liberal erzogenen, lebensfrohen Elisabeth (Cristiana Capotondi, Foto, mit David Rott) und des nach strengen militärischen Maßstäben ausgebildeten Franz Joseph. Es ist Liebe auf den ersten Blick, und Franz trifft seine Entscheidung gegen den Willen seiner strengen Mutter, Erzherzogin Sophie. Bei der Erziehung der Kinder kommt es schließlich zum Eklat, denn Sisi weigert sich, die Kleinen der Habsburger Tradition entsprechend in fremde Obhut zu geben. Während Sisi psychisch und physisch am Rande ihrer Kräfte ist, steht das Kaiserreich vor riesigen Herausforderungen. Nur Sisis großer Beliebtheit beim Volk, ihrem liberalen Einfluss auf Franz Joseph und ihrer Fürsprache für die ungarische Sache ist es zu verdanken, dass das Land nicht auseinander bricht ...

Mit der Rolle der "Sissi" in Ernst Marischkas Film-Trilogie "Sissi", "Sissi - Die junge Kaiserin" und "Sissi - Schicksalsjahre einer Kaiserin" rührte die junge Romy Schneider seit Mitte der Fünfzigerjahre ein Millionenpublikum und wurde zum ersten Teenager-Star im Nachkriegs-Deutschland. Doch für Romy Schneider war die Rolle nicht nur ein Glücksfall, sondern gleichzeitig auch ein Unglück, denn Zeit ihres Lebens kämpfte die viel früh verstorbene Schauspielerin gegen das "Sissi"-Image an. Mehr als 50 Jahre später drehte der österreichische Regisseur und Kameramann Xaver Schwarzenberger an Original-Schauplätzen dieses zweiteilige, prächtig ausgestattete und Detail verliebte Remake in wunderbaren Bildern, in dem die hierzulande nahezu unbekannte Italienerin Cristiana Capotondi in die Rolle der legendären, hier nun korrekt geschriebenen "Sisi" schlüpfte. Schwarzenberger setzte nach dem Drehbuch von Ivan Cotroneo ("Am Anfang war die Unterhose"), Monica Rametta und Christiane Sadlo ("Die Braut meines Freundes") eine modernere Sisi in Szene, die nicht in ihren Herzschmerz-Angelegenheiten gefangen ist, sondern eine selbstbewusste Regentin mit klaren politischen und gesellschaftlichen Vorstellungen ist. Schwarzenberger arbeitete hier einmal mehr mit Produzentin Susanne Porsche (sie produzierte bereits seine Regiearbeiten "Copacabana" und "Die Liebe ein Traum"), mit der er seit der Trennung von seiner Ehefrau Ulli zusammenlebt.

Foto: ZDF/Bernhard Berger